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Kultur

Proteste und Beifall für Mozart-Inszenierung

Heftige Reaktionen des Publikums hat am Sonntagabend Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Entführung aus dem
Serail" an der Komischen Oper Berlin ausgelöst. Besonders erbost reagierten viele Zuhörer, weil der spanische Regisseur Calixto Bieito die Handlung in ein Bordell verlegte. Schon während der Aufführung verließen Zuhörer erzürnt den Saal. Die mit viel Blut, Sex und Gewalt gestaltete Inszenierung fand aber auch bei vielen Zuhörern größeren Anklang. Besonders gefeiert wurden die Sopranistin Maria Bengtsson und Jens Larsen in der Rolle des Bösewichts Osmin.

Bieito hatte bereits mit Inszenierungen in Hannover und Frankfurt für heftige Publikumsproteste gesorgt. Zu seinem Berliner Debüt setzte Bieito die Handlung der Mozartoper als blutrünstiges und sexbeladenes Stück in Szene. Während längeren Teile der Aufführung mussten die Sänger nackt auftreten und sich längeren Sexszenen hingeben. Dies sorgte schon während der Aufführung für laute Buhrufe und Pfiffe, aber auch für Szenenapplaus.