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Ostmitteleuropa

Proteste in der Danziger Werft gegen Beschäftigung von Ausländern

- Viele Arbeitnehmer von Rationalisierungsmaßnahmen betroffen

Warschau, 8.2.2002, PAP, poln.

Gewerkschafter der "Solidarnosc" in der Danziger Werft protestieren gegen die Beschäftigung von Ausländern in ihrem Unternehmen. Sie fordern, dass sich die Landeskommission und der Vorstand der NSZZ "Solidarnosc" der Danziger Region der Angelegenheit annimmt.

"Wie kann gegen die Arbeitslosigkeit angekämpft werden, wenn Russen, Ukrainer oder Koreaner beschäftigt werden dürfen, denen weniger gezahlt werden kann", erklärte der Vorsitzende der "Solidarnosc" der Werft Roman Galezewski.

Die Gewerkschaft wandte sich an die Landeskommission und den Vorstand der Danziger Region von NSZZ "Solidarnosc" mit der Forderung, wirksame Schritte zu ergreifen, um Arbeitsplätze zu schützen. "Wir haben nichts dagegen, dass die Manager der Werft billigere Dienste nutzen, denn sie müssen das wirtschaftliche Interesse in den Vordergrund stellen, aber wir haben etwas dagegen, dass die Behörden Ausländern eine Arbeitserlaubnis erteilen", so Galezewski.

Der Pressesprecher der Gdinger Werft Miroslaw Piotrowski sagte der Nachrichtenagentur PAP, in keiner Gesellschaft der Gdinger Werft-Gruppe - das heißt außer der Gdinger Werft auch der Danziger und der Elbinger Werft - seien Ausländer beschäftigt. "Unsere Gruppe beschäftigt keine Ausländer, wie viele in Gesellschaften tätig sind, die mit uns zusammenarbeiten, weiß ich nicht", sagte Piotrowski.

Die Arbeitserlaubnis stellt das Woiwodschaftsamt den Ausländern aus. "In diesem Jahr waren es 186. 28 mal wurde eine Arbeitserlaubnis auch Firmen ausgestellt", erklärte die Sprecherin des Woiwoden von Pommern, Anna Dyksinska.

In der Danziger Werft finden seit September vergangenen Jahre Massenentlassungen statt. Bis Ende des Quartals werden insgesamt 500 Menschen ihre Arbeit verlieren. Entlassungen gibt es auch in der Gdinger Werft, die bis Ende März 600 Arbeitsplätze abbauen wird. Insgesamt werden in der gesamten Danziger Werft-Gruppe 1100 Personen von Entlassungen betroffen sein. (TS)

  • Datum 08.02.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1q1c
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