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Aktuell Afrika

Proteste in Ägypten münden in Gewalt

Bei Protesten gegen Ägyptens Präsident Mursi und seine islamistische Muslimbruderschaft ist es in mehreren Städten erneut zu Ausschreitungen gekommen. In Alexandria warfen Angreifer Brandbomben auf Demonstranten.

Ägypten kommt nicht zur Ruhe: Gleich in zwei Städten im Norden des Landes kam es wieder zu Gewalt. In der Hafenstadt Alexandria störten Angreifer eine gegen Präsident Mohammed Mursi und die Muslimbruderschaft gerichtete Kundgebung. Sie attackierten die Oppositionellen mit Brandbomben und Steinen. Die Demonstranten setzten sich ebenfalls mit Steinen zur Wehr. Nach Angaben örtlicher Medien wurden mindestens zehn Personen verletzt. Aufgrund der heftigen Krawalle musste der Zugverkehr in Alexandria für einige Stunden unterbrochen werden.

Auch in der Stadt Sagasig, rund 50 Kilometer nördlich von Kairo, gab es Ausschreitungen. Demonstranten versuchten, ein Büro der Muslimbruderschaft in Brand zu stecken. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Menge vor, und es kam zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Oppositionellen.

Proteste gegen Generalstaatsanwalt

Unterdessen protestierten in der Hauptstadt Kairo Hunderte Menschen vor dem Sitz der Staatsanwaltschaft und forderten den Rücktritt von Generalstaatsanwalt Talaat Abdullah. Auch hier gab es Ausschreitungen, mindestens eine Person wurde verletzt.

Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen fünf der bekanntesten Bürgerrechtler des Landes erlassen. Sie sollen bei Demonstrationen in der vergangenen Woche zu Gewalt aufgerufen haben. Mursi hatte die Stelle des Generalstaatsanwaltes im November mit Abdullah neu besetzt. Seitdem wurde Abdullah von der Opposition schon mehrfach scharf kritisiert. Mursi-Gegner werfen ihm vor, ein "Erfüllungsgehilfe" der Muslimbruderschaft zu sein.

kis/gmf (apd, afpe)

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