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Aktuell Afrika

Proteste gegen Wahlergebnis in Südafrika

Zum fünften Mal in Folge hat der ANC die Parlamentswahl in Südafrika gewonnen. Nicht allen im Lande passt das.

Nach der Veröffentlichung des Wahlergebnisses in Südafrika haben Anhänger der südafrikanischen Opposition für eine Neuauszählung der Stimmen in einigen Bezirken demonstriert. In Alexandra, einer Armensiedlung am Rande der Stadt Johannesburg kam es dabei zu Ausschreitungen. Wie der südafrikanische Sender SABC berichtete, steckten die Protestierenden Reifen in Brand und stimmten Protestgesänge vor dem lokalen Regierungsgebäude an. Die Polizei habe mehr als 40 Demonstranten festgenommen.

ANC gewinnt

Der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) hatte nach Angaben der Nationalen Wahlkommission die Parlamentswahlen deutlich gewonnen. Die Partei von Präsident Jacob Zuma kam auf 62,1 Prozent, die oppositionelle Demokratische Allianz (DA) auf 22,2 Prozent. Mit 6,3 Prozent der Stimmen ziehen auch die linksradikalen "Economic Freedom Fighters" des ehemaligen Chefs der ANC-Jugend, Julius Malema, ins Parlament ein.

Die Wahlen selbst waren weitgehend friedlich verlaufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,5 Prozent. Es waren die fünften Wahlen seit Abschaffung der Apartheid vor zwanzig Jahren. Seither regiert der ANC, die Partei des im Dezember verstorbenen Nationalhelden Nelson Mandela, das Land. Zuletzt hatte es immer wieder Korruptionsvorwürfe gegen die Partei gegeben. Außerdem steht die Regierung wegen der hohen Arbeitslosenquote von mehr als einem Viertel der Bevölkerung in der Kritik.

det/uh (epd, rtr)

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