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Aktuell Amerika

Proteste gegen Donald Trump in Albuquerque schlagen um in Gewalt

Der Milliardär Trump sichert sich im US-Staat Washington weitere Stimmen für die Präsidentschaftskandidatur. Das gerät aber in den Hintergrund angesichts der Ausschreitungen bei einer Trump-Veranstaltung in New Mexico.

Zunächst hatten hunderte Demonstranten die Rede des mutmaßlichen Präsidentschaftsbewerbers der US-Republikaner durch Zwischenrufe und Parolen wiederholt unterbrochen. Die Gegner Donald Trumps ließen sich auch durch das Sicherheitspersonal nicht wieder aus dem Convention Center der Großstadt Albuquerque vertreiben. Der Sender CNN zeigte, wie sie die Barrieren zu der Wahlkampfveranstaltung überrannt hatten.

"Trump ist ein Faschist" und "Wir haben genug gehört", stand auf ihren Transparenten. Trump selbst antwortete in seiner gewohnt herablassenden Art und forderte die Aktivisten auf, "nach Hause zur Mutti" zu gehen. Vor dem Veranstaltungsgebäude eskalierte derweil in der Nacht die Lage.

Berittene Polizei schreitet gegen die Proteste in Downtown Albuquerque ein (foto: picture-alliance/The Albuquerque Journal via Zuma)

Berittene Polizei schreitet gegen die Proteste in Downtown Albuquerque ein

Demonstranten verbrannten Trump-Werbeartikel wie T-Shirts und Poster. Mit den brennenden Hemden, Steinen und gefüllten Plastikflaschen bewarfen sie Polizisten. Auf den Straßen legten sie Brände und versuchten mit Müllcontainern Barrikaden zu errichten. Die Polizei setzte Rauchgranaten und Pefferspray ein, um die Kundgebung zu zerstreuen. Es war nicht das erste Mal, dass es bei oder am Rande der Trump-Kampagne zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam.

Proteste gegen Donald Trump in Albuquerque (foto: reuters)

"Ich bin kein Vergewaltiger oder Drogendealer": Einwandererfamilien wehren sich gegen pauschale Verurteilungen durch Trumps Propaganda

Es war der erste Wahlkampfauftritt Trumps in dem überwiegend von Hispano-Amerikanern bevölkerten Bundesstaat New Mexico. Dort waren die abfälligen Bemerkungen des Immobilienmoguls über mexikanische Einwanderer und die Notwendigkeit einer gewaltigen Mauer entlang der gesamten Grenze zu Mexiko wiederholt auf heftige Empörung gestoßen.

Bei der Vorwahl im US-Bundesstaat Washington holte sich der Präsidentschaftsbewerber weitere Delegierte für den Parteitag im Juli. Trump dürfte nach vorläufigen Ergebnissen etwa drei Viertel der Stimmen gewonnen haben. Er ist bei den Republikanern als einziger Kandidat noch im Rennen.

SC/mak (APE, dpa)

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