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Top-Thema – Podcast

Protest gegen Banken

Hunderttausende Menschen haben in aller Welt gegen die Macht der Banken demonstriert. Auch in Deutschland hat die Protestbewegung überraschend viele Anhänger.‎

Die spanische Bewegung "Echte Demokratie jetzt!" hatte für den 15.10.2011 einen weltweiten Protesttag ausgerufen. Vorbild war die "Occupy Wall Street!"-Bewegung in den USA. Aktivisten machten Banken und Großkonzerne für die Finanzkrise verantwortlich. Weltweit fanden Proteste in 82 Ländern statt.

Der Tag wurde – nach dem Vorbild des Arabischen Frühlings – über das Internet organisiert: "Occupy Wall Street" forderte in Videos auf Youtube zu internationalen Demonstrationen auf. Auf Plattformen wie Facebook, Twitter und Blogs fanden sich Sympathisanten der Bewegung zusammen, um sich auszutauschen.

In Deutschland demonstrierten an diesem Tag insgesamt 40 000 Kapitalismuskritiker in 50 deutschen Städten – weniger Menschen als zum Beispiel in Rom, wo alleine 100 000 Menschen auf die Straße gingen. Der Soziologe Simon Teune erklärt: "In Deutschland wird es von vielen nicht so wahrgenommen, dass die Krise ein Problem ist, weil die Wirtschaftsdaten nicht so schlecht sind." Aber auch in Deutschland, so Teune, sind viele von Armut bedroht.

Michael Sommer, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, hält die weltweiten Proteste für ein Alarmsignal. Er ist der Meinung, dass man die Spekulation beenden und die Finanzmärkte kontrollieren muss. Schließlich geht es laut Sommer um die Zukunft der Demokratie.

Glossar

Anhänger/in, der/die – hier: jemand, der eine Person oder Gruppe unterstützt

Bewegung, die – hier: der Protest

ausrufen – hier: mitteilen; öffentlich machen; bekannt geben

Occupy Wall Street! (englisch) – übersetzt: Besetzt die Wall Street!

Aktivist/in, der/die – jemand, der sich aktiv einsetzt, um ein (politisches oder soziales) Ziel zu erreichen

Großkonzern, der – ein großes Unternehmen, das aus mehreren Unternehmen besteht

Finanzkrise, die – die sehr schwierige wirtschaftliche Situation auf dem Finanzmarkt

Arabische Frühling, der – Bezeichnung für: die Protest- und Demokratiebewegungen in arabischen Ländern, die Ende 2010 begannen

Demonstration, die – hier: ein öffentlicher Protest gegen etwas

Sympathisant/in, der/die – der/die Anhängerin; jemand, der etwas unterstützt

sich austauschen – miteinander diskutieren; sich gegenseitig informieren

Kapitalismus, der – eine Form der Wirtschaft

Soziologe/Soziologin, der/die – jemand, der das Zusammenleben von Menschen in Gruppen wissenschaftlich untersucht

wahrnehmen – bemerken; sehen; realisieren

Wirtschaftsdaten, die – Zahlen und Statistiken über die finanzielle Situation eines Landes

Gewerkschaftsbund, der – die Vertretung aller Organisationen, die sich für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzen

Demonstrant/in, der/die – jemand, der an einer → Demonstration teilnimmt

Spekulation, die – hier: die Tatsache, dass man etwas kauft und hofft, dass der Wert steigt, damit man es teuer wieder verkaufen kann

Fragen zum Text

1. Die Proteste des 15.10.2011 geben … die Verantwortung für die Finanzkrise.

a) Occupy Wall Street

b) den Wirtschaftsdaten

c) dem Kapitalismus

2. Der Soziologe Simon Teune ist der Meinung, dass …

a) die Deutschen nicht von der Armut bedroht sind.

b) man sich in Deutschland zu wenig Gedanken über die Finanzkrise macht.

c) Deutsche von der Finanzkrise nicht betroffen sind.

3. Michael Sommer glaubt, dass …

a) die weltweiten Proteste eine Gefahr sind.

b) Finanzmärkte die Spekulationen kontrollieren müssen.

c) es wichtig ist, dass keine Spekulationen mehr gemacht werden.

4. Jemand, der von einer bestimmten Situation nicht betroffen ist, …

a) befindet sich nicht in dieser Situation.

b) interessiert sich nicht für diese Situation.

c) zieht keinen Gewinn aus dieser Situation.

5. Welches Präfix passt? Demonstranten riefen weltweit zu Protesten …

a) auf.

b) ein.

c) aus.

Arbeitsauftrag

Die Bewegung "Occupy Germany" hat einen Internetauftritt unter http://www.occupygermany.org. Schauen Sie sich die Internetseite an und fassen Sie in einigen Sätzen die Ideologie hinter der Aktion zusammen.

Autorinnen: Pia Gram/Insa Moog/Natali Petala

Redaktion: Shirin Kasraeian

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