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Aktuell Amerika

Prost, Ernest!

Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway liebte bekanntermaßen nicht nur Kuba, sondern auch den Alkohol. In Havanna wurde ihm zu Ehren jetzt der mutmaßlich größte Daiquiri der Welt gemixt.

Anlass für die recht ungewöhnliche Huldigung war Hemingways 113. Geburtstag am Samstag (21.07.2012). In einem seiner einstigen Lieblingslokale namens "El Floridita“ mixten mehr als 20 Barkeeper und ihre Assistenten weißen Rum in rauen Mengen mit Limonensaft, Zucker, einigen Spritzern Maraschino-Likör und zerstoßenem Eis zu dem nach eigenen Angaben "größten Daiquiri der Welt“.

Der Drink füllte ein 275 Liter fassendes Gefäß und wurde sodann auf 1.466 Gläser verteilt. Anschließend gab es ein Geburtstagsständchen und Trinksprüche für Hemingway, der zwei Jahrzehnte seines Lebens in Kuba verbrachte. Mit ihrem Riesen-Drink hoffen die Veranstalter auf einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Verehrt wie ein Heiliger

Treffen zwischen Hemingway und Castro 1960 (Foto: ap)

Man kannte sich: Hemingway und Fidel Castro im Jahre 1960

In Kuba wird Hemingway noch heute verehrt wie ein Heiliger. Es gibt Museen, Literaturfestivals und Münzen, die dem Nobelpreisträger gewidmet sind. Auf einem Foto an einer Wand des „ " Floridita“ ist der US-Schriftsteller auch an der Seite von Ex-Staatschef Fidel Castro zu sehen. Das Bild stammt von 1959, dem Jahr der kubanischen Revolution. Hemingway schrieb auf der Zuckerinsel einige seiner größten Texte, darunter den Roman "Der Alte Mann und das Meer".

Nach seiner Zeit auf Kuba wurde Hemingway nirgends mehr richtig heimisch. Depressionen und Alkohol begleiteten ihn die meiste Zeit seines Lebens, das er nach langer Krankheit selbst beendete. Er erschoss sich am 2. Juli 1961, kurz vor seinem 62. Geburtstag.

jh/gmf (dpa,dapd,afp)