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Aktuell Europa

Prorussische Separatisten lassen OSZE-Beobachter frei

Aufatmen in Slowjansk: Die seit mehr als einer Woche festgehaltenen OSZE-Militärbeobachter sind in Freiheit. Nach zähen Verhandlungen hinter den Kulissen ließen die prorussischen Rebellen ihre Geiseln ziehen.

"Alle zwölf Personen, die auf meiner Liste stehen, sind frei", sagte Wladimir Lukin, Sondergesandter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das meldeten die russischen Nachrichtenagenturen RIA Novosti und Itar-TASS.

Kurz zuvor hatte der selbsternannte Bürgermeister von Slowjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, verkündet, die Freilassung der Geiseln stehe unmittelbar bevor. Ursprünglich wollten seine prorussischen Separatisten die OSZE-Mitarbeiter gegen Gesinnungsgenossen austauschen, die von ukrainischen Truppen gefangen gehalten werden. Doch nun kam die Gruppe nach tagelangem Tauziehen offenbar ohne einen solchen Gefangenenaustausch frei.

Hinter den Kulissen liefen intensivste Bemühungen des Westens, die Militärbeobachter zügig aus der Gewalt der Separatisten zu befreien. Auch Deutschland hatte sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel "auf allen diplomatischen Kanälen" für ein Ende der Gefangenschaft eingesetzt.

Beobachter als Spione verdächtigt

Am 25. April hatten prorussische Milizen in Slowjansk drei Bundeswehrsoldaten und einen Dolmetscher gefangengenommen. Zudem brachten die Separatisten weitere OSZE-Militärbeobachter in ihre Gewalt. Die Milizen hatten die Geiseln, die sie auch als "Spione der NATO" bezeichneten, auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgeführt (Artikelbild).

Die Zahl der Festgesetzten schwankte in Medienberichten zwischen 13 und sieben. Außer den Deutschen wurden auch Beobachter aus Tschechien, Polen, Schweden und Dänemark festgehalten. Der Schwede war aus gesundheitlichen Gründen bereits nach zwei Tagen freigelassen worden.

nis/ml (rtr, afp, dpa)