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Aktuell Asien

Prominenter Milizenchef ermordet

Mehr als 20 Tote bei einem Attentat auf eine Hochzeitsfeier in Nordafghanistan: Unter den Opfern ist auch der einflussreiche Politiker und Milizenchef Ahmed Khan Samangani.

Der Attentäter soll seinen Sprengstoffgürtel gezündet haben, als er Ahmed Khan Samangani umarmte: Der Parlamentsabgeordnete und Milizenchef hatte die Hochzeit in einem Hotel in Aibak für seine Tochter ausgerichtet. Er galt als enger Verbündeter von Präsident Hamid Karsai.

Mindestens 22 Menschen wurden mit in den Tod gerissen, mehr als 60 sind teils lebensgefährlich verletzt. Neben Ahmed Khan wurden auch der Geheimdienstchef der Provinz Samangan und ein Divisionskommandeur der Streitkräfte umgebracht, wie ein Polizeisprecher in der Provinzhauptstadt mitteilte.

Die sonst relativ friedliche Provinz Samangan gehört zum Einsatzgebiet der Bundeswehr. Die radikal-islamischen Taliban wiesen jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück. Nach ihrer Darstellung sollen persönliche Feinde des Politikers hinter der Tat stecken.

Ahmed Khan Samangani, ein Usbeke, hatte als Kommandant der Mudschaheddin in den 1980er Jahren gegen die sowjetischen Besatzer und später gegen die Taliban gekämpft.

SC/gmf (rtr, afp, APE, dpa)