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Kultur

Prominente zeigen Solidarität mit den Opfern von Orlando

Von George Takei bis J.K. Rowling reagierten Prominente schockiert auf das Attentat von Orlando, bei dem 50 Menschen in einem Nachtklub getötet wurden. In den sozialen Netzwerken drückten sie ihr Mitgefühl aus.

Nach dem größten Massaker in der US-Geschichte, das am frühen Sonntagmorgen (12.06.2016) in Orlando, Florida stattgefunden hatte, bekundeten viele Prominente über die sozialen Netzwerke Trauer und Bestürzung.

Harry Potter-Autorin J.K. Rowling brachte ihre Trauer über den Tod eines jungen Mannes zum Ausdruck, der eine direkte Verbindung zu ihrer Arbeit hatte: "Luis Vielma arbeitete bei der Harry Potter-Achterbahn im Universal. Er war 22 Jahre alt. Ich kann nicht aufhören zu weinen", schrieb sie auf Twitter. In Orlando befindet sich der Freizeitpark der Universal Studios.

Vor allem homosexuelle Stars zeigten ihr Mitgefühl für die Toten und Verwundeten des Attentats. Der Nachtklub Pulse ist eine der populärsten Adressen der Schwulen- und Lesben-Szene in Orlando. Sänger Ricky Martin betonte auf Twitter, dass er sich durch den Angriff nicht einschüchtern lasse: "Ich bin schwul und ich habe keine Angst. Liebe besiegt alles."

Talk Show-Moderatorin Ellen Degeneres äußerte ein "sobbing" ("Schluchzen"), während der Schauspieler, Regisseur und Aktivist George Takei den Hashtag #onepulse und eine schwarze Trauerschleife postete. #LoveisLove und #GaysBreakTheInternet waren ebenfalls Hashtag-Trends am Sonntag und Montag.

In einem Facebook-Post zitierte Takei den Moderator einer Kindersendung, Fred Rogers: "In Zeiten der Krise sollte man auf die Helfer gucken." Gleichzeitig appellierte er an seine Fans, für die Organisation GoFundMe zu spenden, um die Opfer zu unterstützen.

Tony Awards zu Ehren der Opfer von Orlando

Nur ein paar Stunden nach dem tödlichen Angriff wurden die Tony Awards - der wichtigste Theaterpreis der USA - in New York vergeben und den Opfern von Orlando gewidmet. "Gemeinsam müssen wir sicherstellen, dass Hass niemals gewinnt", sagte James Corden, Moderator der Preisverleihung. "Die heutige Show steht symbolisch für die Würdigung dieses Prinzips."

Viele Teilnehmer der emotionalen Preisverleihung trugen eine silberne Schleife als Zeichen der Solidarität. Abräumer des Abends war mit 11 gewonnenen Tonys Lin-Manuel Mirandas Musical "Hamilton", über das Leben eines der amerikanischen Gründerväter.

Während der Preisverleihung wurde ein Ausschnitt aus "Hamilton" gezeigt. Dabei verzichteten die Schauspieler aus Solidarität mit den Opfern des Attentats auf Schusswaffen, die in dem historischen Theaterstück als Requisite dienen.

"Hamilton"-Autor Lin-Manuel Miranda postete am Sonntag ein Regenbogenherz und sprach damit den Toten und Verletzen sein Mitgefühl aus.

Ruf nach schärferen Waffengesetzen

Einige Kulturschaffende, wie der oscarprämierte Filmemacher und Produzent Dustin Lance Black, nahmen das Attentat zum Anlass um sich für eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA stark zu machen. Black setzt sich als Aktivist für die Gleichberechtigung von Homosexuellen ein und bekam 2008 den Academy Award für den Film "Milk".

Auch Jesse Tyler Ferguson aus der beliebten Fernsehserie "Modern Family" bekundete sein Beileid und sprach sich gleichzeitig für schärfere Waffengesetze aus.

Die Identität des Attentäters ist mittlerweile bekannt. Es soll sich um Omar Mateen, einen US-Bürger mit afghanischen Wurzeln, handeln. Kurz vor seiner Tat hatte er bei der Polizei angerufen und dem "Islamischen Staat" die Treue geschworen. Die Terrororganisation teilte derweil auf einer Internetseite mit, für das Attentat verantwortlich zu sein.

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