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Handball

Prokop wird Handball-Bundestrainer

Lange wurde spekuliert, nun ist es amtlich: Christian Prokop wird neuer Handball-Bundestrainer. Der 38-Jährige tritt im Sommer die Nachfolge von Dagur Sigurdsson an. Die Erwartungen an ihn sind hoch.

Christian Prokop wird neuer Handball-Bundestrainer. Der 38 Jahre alte Coach des Bundesligisten SC DHfK Leipzig wird damit Nachfolger von Erfolgstrainer Dagur Sigurdsson. Der Isländer kehrt aus familiären Gründen in seine Heimat zurück und betreut künftig die japanische Nationalmannschaft. Prokop erhält einen Fünfjahresvertrag, der offiziell vom 1. Juli an gilt.

Nach langen Verhandlungen hatte sich der Deutsche Handballbund (DHB) mit Prokops Club geeinigt. Das DHB-Präsidium stimmte der Personalie am Freitag wie erwartet zu. Nach dpa-Informationen soll der DHB eine halbe Million Euro an den SC DHfK Leipzig überweisen, da Prokop noch einen Vertrag bis 2021 bei den Sachsen besaß.

Lange Zeit war neben Prokop auch Markus Baur, Mitglied der Weltmeister-Mannschaft 2007, für den Posten im Gespräch. Nun tritt Prokop beim DHB das große Erbe an. Trotz des enttäuschenden Achtelfinal-Aus bei der WM in Frankreich im Januar hatte Sigurdsson mit dem EM-Titel und Olympia-Bronze im vergangenen Jahr überraschende Erfolge mit den "Bad Boys" gefeiert.

Debüt bei der EM-Quali

Die Parallelen Prokops zu seinem Vorgänger sind offensichtlich. Wie Sigurdsson gilt auch der neue Bundestrainer als penibler Analytiker, der seine Gegner bis ins letzte Detail beleuchtet und ein klares Konzept verfolgt. Akribie und Weitsicht brachten ihm bereits nach der ersten Saison mit Leipzig in der Bundesliga den Titel "Trainer des Jahres 2015/2016" ein.

Die Erwartungen an Prokop sind hoch. Bei der WM 2019 und den Olympischen Spielen 2020 soll die DHB-Auswahl jeweils um die Goldmedaille mitspielen. Schon im kommenden Januar steht bei der EM die Titelverteidigung an. Prokop muss nun erst einmal die Qualifikation für die EM in Kroatien sicherstellen. Noch vor dem offiziellen Beginn seines Vertrages gibt er Mitte Juni in der EM-Quali für 2018 in Portugal und gegen die Schweiz sein Debüt als Bundestrainer.

ck/sn (dpa, sid)

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