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Volontariat

Programmvolontäre | Jahrgang September 2008 - Februar 2010

Sie sind weit gereist, vielseitig erfahren und hoch motiviert - auch 2008 eroberten sich zehn Nachwuchstalente einen Volontariatsplatz bei der Deutsche Welle.


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Yannick Jochum
Anja Koch über ihren Kollegen Yannick Jochum
Auf einem Dachboden in Wilhelmshaven fing vor rund 15 Jahren alles an: Damals schaltete Yannick das CB-Funkgerät seiner Großeltern an und lauschte den Radiowellen aus der Umgebung. Zwischen Kisten und alten Möbeln entstanden bald Yannicks erste Radiosendungen - die eine Hand am Mikro, die andere auf dem Aufnahmeknopf eines Kassettenrekorders.

Mit elf Jahren zog Yannick samt seiner Familie ins ferne Peru. Als plötzlich alle um ihn herum Spanisch sprachen, bekam ein Fernsehsender unter den 97 vorhandenen besondere Bedeutung: Die Deutsche Welle. Jeden Abend verfolgte Yannick die deutschen Nachrichten. Und weil er Journalismus irgendwann nicht mehr nur konsumieren, sondern selbst ausprobieren wollte, schrieb er für die Schülerzeitung und probierte sich beim Radio aus.

Zurück in Deutschland fiel die Wahl der Studienfächer nicht schwer: Journalistik und Politikwissenschaft. An der Leipziger Uni gefiel es Yannick prima, aber nach ein paar Semestern Studium und Praktika beim Uni-Radio sowie der Saarbrücker Zeitung, musste eine Auszeit her. In Sydney und Melbourne verbrachte er einige Zeit vor dem Mikrofon, bevor es nach Bonn zur Deutschen Welle ging. Hier bastelt Yannick nun wieder an Radiosendungen, aber wesentlich professioneller als damals, mit dem Kassettenrekorder auf dem Dachboden.


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Anja Koch
Yannick Jochum über seine Kollegin Anja Koch
"Alles muss klein beginnen, lass etwas Zeit verrinnen. Es muss nur Kraft gewinnen, und endlich ist es groß", so beginnt ein Song des ostdeutschen Liedermachers Gerhard Schöne. Mit seinen Texten ist Anja aufgewachsen, in Berlin und Thüringen.

Klein begonnen hat auch die journalistische Karriere von Anja: Erst bei der Schüler-, dann bei der Lokalzeitung. Als das Fernweh unstillbar wurde, tauschte Anja den Thüringer Wald für ein Jahr gegen Maisfelder in Iowa. Auf die abgelegene Farm brachte nur ein Sender verlässliche Informationen aus Deutschland: Die Deutsche Welle.

Zurück in Thüringen stand Anjas Berufsziel fest: Journalistin. Nach dem Abitur studierte sie in Erfurt Kommunikations- und Sozialwissenschaften, nebenbei lernte sie Arabisch. Statt der fernöstlichen Sprache aber war sie bald von rheinhessischer Mundart umgeben: Anja entschied sich für den Masterstudiengang Journalismus in Mainz. Fortan trieb sie sich in dunklen Spelunken und im Knast herum - beruflich natürlich. Für die Frankfurter Rundschau berichtete Anja über die Folgen des Nichtrauchergesetzes, für den Saarländischen Rundfunk über Asylbewerber im Abschiebegefängnis.

Nun ist sie in Bonn angekommen. Einige Zeit ist verronnen. Gerhard Schönes Worte hat Anja immer noch im Ohr. Was klein begonnen hat, ist größer geworden. Und mit dem Volontariat bei der Deutschen Welle kann es noch größer werden.


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Arne Lichtenberg
Ricarda Lynn Otte über ihren Kollegen Arne Lichtenberg

Jetzt muss sich Arne wohl eine neue Ziellinie suchen, denn für die Deutsche Welle hat er sich eindeutig qualifiziert. Mit dem druckfrischen Diplom der Sporthochschule Köln in der Tasche kann der Bremer nicht nur als Sportexperte zu Höchstform auflaufen, sondern dank angeborenem Elefantengedächtnis und sportlichem Ehrgeiz auch als wandelndes Lexikon. Halbe Sachen gibt es sowieso nicht für ihn. Aber ovale! Denn bei Arne muss der Ball nicht immer rund sein; als Dritte-Reihe-Stürmer beim Rugby hat er ausnahmsweise auch mal ein Ei unterm Arm klemmen.

Ein Hobby, das - wie auch die Leidenschaft für den Sportjournalismus - aus seiner Internatszeit in England stammt. Ins Training gekommen ist er u.a. beim Weser Kurier, Radio Bremen TV, der ARD Sportschau und während eines Radiopraktikums in Córdoba, Argentinien. Seine argentinischen Kollegen haben ihn gleich für die Fußball-WM 2006 als Experten und Reporter verpflichtet - und ihm so sehr von der Deutschen Welle vorgeschwärmt, dass er hier bald nach dem Sommermärchen ein Praktikum machte. Und feststellte: Die DW-Welt ist definitiv rund! Nun wird Arne also seinen Kollegen in der Welle und der Welt die Bälle zuspielen und am Ticker sicher nicht nur den Sport verfolgen.


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Ricarda Lynn Otte
Arne Lichtenberg über seine Kollegin Ricarda Lynn Otte
Geboren im norddeutschen Lübeck, aufgewachsen bei Hamburg, war Ricardas Berufswunsch schon früh zumindest räumlich greifbar: Nachbar links und Nachbar rechts waren clevere Schreiberlinge, die der Teenagerin mit ihrem Tun ziemlich imponierten. Nach dem Abitur entführte es sie auf die iberische Halbinsel nach Spanien. Flugs wurde ein Europäischer Freiwilligendienst in León absolviert, der die Liebe zu Land und Leuten besiegelte. Für die Akademischen Weihen ging es nach Berlin, um sich der Spanischen Philologie, Komparatistik und Neueren Geschichte zu widmen. Und dem Journalismus.

Für ein Auslandsjahr entwischte sie noch einmal nach Madrid. Ein ganz entscheidender Floh wurde ihr nach vielen Praktika auf einem Journalistenseminar in Tunesien ins Ohr gesetzt. "Probier Dich mal bei der Deutschen Welle aus, die passt zu Dir", sagte der junge Mann von der Deutschen Welle sinngemäß. Zum Glück blieb Ricarda nicht bei ihrem Irrglauben, es handele sich dabei vornehmlich um einen Mallorca-Sender! Bei DW-TV gefiel es ihr so gut, dass sie wiederkommen wollte und zwar für mehr! Jetzt ist sie zum Glück Volontärin, sonst würde sie in Berlin in verstaubten Bibliotheken und engen Archiven an ihrer Doktorarbeit schreiben. Und das hätten ihre Nachbarn bestimmt nicht so gewollt.


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Benjamin Braden
Nina Haase über ihren Kollegen Benjamin Braden
Mit einer solchen Stimme MUSS man zum Radio. Das denken zum Glück nicht nur wir: In seinen ersten Semesterferien verließ Benjamin seinen Geburtsort Hamburg, um im schottischen Inverness erste Hörfunkluft beim Privatsender "Moray Firth Radio" zu schnuppern. Das Mikrofon und er waren sich auf Anhieb sehr sympathisch. Schottland und er sich auch, und so verbrachte er dann noch ein Jahr an der Uni Edinburgh.

Benjamins nächstes Ziel: der Nahe Osten. Über den Libanon in den 1970er Jahren schrieb er seine Magisterarbeit. Wie es im Libanon heute aussieht, guckte er sich vor Ort an. Fuhr außerdem ins Nachbarland Israel und blieb drei Monate als Praktikant der Friedrich-Ebert-Stiftung. Wieder zu Hause schrieb Benjamin Artikel für das "Stadtmagazin HH 19" und arbeitete bis zum Volontariat als freier Mitarbeiter bei NDR Info.

Bei der Deutschen Welle kann Benjamin seine alte Liebe zum Radio wieder so richtig ausleben, die zum geschriebenen Wort ausbauen, und vielleicht entdeckt Benjamin "die Stimme" Braden ja auch noch die Liebe zum bewegten Bild?


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Nina Haase
Benjamin Braden über seine Kollegin Nina Haase
Das ist doch... Die kenn' ich doch! Das kann gut sein. Denn bei Nina Haase kam das B vor dem A: 2005 kam sie für ein Praktikum zur Deutschen Welle - und blieb. Bei "Living Planet" und "Lifestyle" bei DW-RADIO war sie freie Mitarbeiterin. Und wird jetzt eine "richtige" Redakteurin.

Dass Nina nicht wusste, worauf sie sich einlässt, kann sie kaum behaupten: Ihre Abschlussarbeit drehte sich um die Bedeutung des Radio für die wachsende europäische Identität. Ein Fallbeispiel? Die Deutsche Welle. Studiert hat Nina Angewandte Sprachen und Internationales Management / Internationale Kommunikation in Köln, Aix-en-Provence, Jacksonville (Florida) und Liverpool. Hätte sie in jedem Land, wo sie mal gelebt hat, einen Faden festgeknotet und bis nach Bonn gespannt, sie hätte ein dickes Wolltau in der Hand: In der Schulzeit ging es aus ihrem Heimatort Recklinghausen nach Russland und Israel. Für die Deutsche Welle recherchierte sie im vorolympischen Beijing und bei den Aborigines in Australien. Obwohl B also schon gesagt ist und das A ja nun begonnen hat, heißt das nicht, dass es für Nina nichts Neues zu entdecken gibt bei der Deutschen Welle.

Neu sind zum Beispiel das D und das P - Hörfunk im Deutschen Programm. Unbekannt und verlockend sind außerdem das T und V. Aber das kommt nächstes Jahr in Berlin. Jetzt ist Radio dran - und Nina erst einmal bei den Europaprogrammen und im Afrika-Programm zu finden.


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Sola Hülsewig
Nina Plonka über ihre Kollegin Sola Hülsewig
Sola ist in einem Schloss bei Tübingen aufgewachsen, das ihre Eltern gemeinsam mit anderen Aussteigern renoviert hatten. Auf die Idee nach der Schule erst mal ins Ausland zu gehen, kam Sola während eines Praktikums beim "Tatort"-Krimi. Die vielen freien SWR-Mitarbeiter dort erzählten ihr von spannenden Recherchereisen ins Ausland und machten Sola neugierig auf ferne Länder.

Die Deutsche Welle hat die 22-jährige durch eine Brasilianerin kennen gelernt. Während Solas Aufenthalt in Salvador da Bahia schaute ihre Gastmutter Frieda begeistert DW-TV und ließ es sich von Sola übersetzen. Ursprünglich war Sola nach Brasilien gekommen, um eine Nicht-Regierungs-Organisation bei ihrer Arbeit mit herzkranken Kindern zu unterstützen. Nach einigen Monaten besuchte sie zusätzlich als Gasthörerin einige Vorlesungen der Kommunikationswissenschaft an der Uni Salvador. Damit stand für sie fest, dass sie in Deutschland Journalismus studieren wollte. Kurz nach ihrer Rückkehr begann sie ihr Journalistik und Romanistik Studium in Dortmund.

Nach der Ausbildung bei der Deutschen Welle wird Sola ihr Studium in Dortmund abschließen, doch natürlich nicht, ohne mindestens für ein Semester ins Ausland zu gehen. "Vermutlich nach Frankreich", sagt Sola etwas zögerlich. Doch wer weiß, ob die Deutsche Welle Sola nicht noch auf andere, etwas außergewöhnlichere Gedanken bringt.


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Nina Plonka
Sola Hülsewig über ihre Kollegin Nina Plonka
Richtig aufmerksam auf die Deutsche Welle ist Nina Plonka in Australien geworden. Ihre Kommilitonen im Masterstudiengang Journalism kannten den Sender besser als die Deutsche selbst: Jedes Jahr organisiert die Uni für ein paar Studenten eine Reise zur Deutschen Welle nach Bonn. Die Begeisterung für die Deutsche Welle schwappte zu Nina über: Von da an lief bei ihr DW-TV zum Frühstück.

Im Ruhrgebiet aufgewachsen hat Nina Journalismus und PR in Gelsenkirchen und Wales studiert. Nach dem Bachelor, verschiedenen Praktika in Deutschland und Spanien und viel Zeitungsjournalismus ging es dann an die Uni nach Brisbane. Dort räumte Nina prompt zwei uni-interne Preise und einen national ausgeschriebenen ab - letzteren für den besten Artikel eines internationalen Studenten.

Neben Uni, Praktika bei der Australian Broadcasting Corporation und der Tageszeitung The Australian schaufelte sich Nina wo es ging etwas Zeit für ihr Hobby frei: die Fotografie. Mit verkauften Fotos besserte sie so außerdem ihre Reisekasse auf.

Bei der Deutschen Welle freut sich Nina schon auf die nächste Besuchsgruppe aus Brisbane. Diesmal kann sie den Australiern dann bestimmt noch was über den deutschen Auslandsrundfunk erzählen, was sie noch nicht wissen.


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Jana Pareigis
Nina Funke-Kaiser über Jana Pareigis
Diese Frage im Auswahlverfahren für das Deutsche Welle-Volontariat konnte Jana Pareigis wohl im Schlaf beantworten: Wie heißt das Staatsoberhaupt von Simbabwe? Schließlich lebte die 27-jährige selbst eineinhalb Jahre dort.

Die waschechte Hamburgerin, die auch schon ein halbes Jahr in London gelebt hat, reiste mehrmals durch Simbabwe. Nach dem Abitur arbeitete sie in Harare - zunächst in einem Entwicklungshilfezentrum. Im Anschluss machte Jana ein Praktikum bei einer Stiftung und schrieb Berichte für eine Zeitung. Wieder in Deutschland studierte sie Politologie und Afrika-Studien- zunächst in Hamburg. Aber schnell wollte Jana ins Zentrum der afrikanischen Diaspora-Studien und ging für ein Jahr zum Studium nach New York, wo sie nebenher ein Praktikum im Peacekeeping Department der UNO machte. Zurück in Deutschland ergatterte Jana beim Fernsehsender N24 in Berlin einen Job als Assistentin des Chefredakteurs. Insgesamt drei Jahre erlebte sie den aufregenden Alltag einer Parlamentsredaktion, schloss ihr Diplom ab und machte ein Praktikum bei Reuters.

An der Deutschen Welle schätzt Jana neben der Internationalität und der Themenvielfalt auch die Arbeit der DW Akademie im Ausland. Und vielleicht bringt die ausgebildete Trainerin für Nicht-Diskriminierung, interkultureller Kommunikation und Diversity Management irgendwann selbst jungen Journalisten in Simbabwe die Bedeutung von Medienfreiheit näher.


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Nina Funke-Kaiser
Jana Pareigis über ihre Kollegin Nina Funke-Kaiser
An ihren ersten längeren Auslandsaufenthalt erinnert Nina Funke-Kaiser sich noch genau: Nach dem Abitur reiste sie für drei Monate nach Peru und seither lässt Lateinamerika sie nicht mehr los. In Cusco lernt sie Spanisch und arbeitet in einem Hilfsprojekt mit peruanischen Kindern.

Nach einem Abstecher nach Australien und Neuseeland, wo Nina bei einer Zeitung arbeitet, zieht es die gebürtige Stuttgarterin wieder nach Deutschland, genauer gesagt nach Eichstätt - zum Studium. Dass sie Journalistik studieren will, steht seit ihrem ersten Praktikum bei einer Stuttgarter Regionalzeitung fest. "Die Themen waren sicherlich nicht weltbewegend, aber es hat mir sofort gefallen, als Journalistin Geschichten zu erzählen", erzählt Nina. Als Nebenfächer entscheidet sie sich für Politikwissenschaften und Lateinamerikanistik.

2005 verbringt die heute 26-Jährige ein Austauschjahr Jahr in Buenos Aires, wo sie einen Monat lang als Co-Moderatorin in einer argentinischen Radioshow arbeitet. "Am Anfang war ich ganz schön aufgeregt, aber die lockere Gesprächsatmosphäre hat mich sehr beruhigt. Am Ende hat es einfach Spaß gemacht," erinnert sich Nina. Wohl in Erinnerung an Lateinamerika und ihre sonstigen Reisen schätzt Nina an der Deutschen Welle ganz besonders das internationale Arbeitsumfeld.

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