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Europa

Prodis Regierung sieht sich bestätigt

Fast zwei Monate nach den Parlamentswahlen hat die neue italienische Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi einen ersten Stimmungstest bestanden.

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Grund zum Freuen für Prodi: Erst die Parlaments-, dann die Kommunalwahlen

Bei den Kommunalwahlen konnte das Mitte-Links-Lager seine Bürgermeisterposten in den wichtigen Städten Rom, Turin und Neapel verteidigen. In Mailand dagegen lag erneut das Bündnis von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi vorn.

"Es ist alles gut gelaufen. Ich bin sehr zufrieden", sagte Prodi am Montag (28.5.2006). "Bis auf Mailand gehören alle wichtigen Städte uns." Die Abstimmung gilt allerdings nur als sehr begrenzter Stimmungstest, weil die Regierung bisher noch praktisch keine Zeichen setzten konnte.

Zu früh für eine Testwahl?

Berlusconi hatte im Wahlkampf betont, die Abstimmung vom Sonntag und Montag sei auch national von Bedeutung und werde das Comeback seiner Mitte-Rechts-Koalition markieren. Prodi erklärte indessen, es sei noch zu früh von einer Testwahl für die Beliebtheit seiner Regierung zu sprechen. Der neue Ministerpräsident hat sein Amt erst am 17. Mai angetreten.

Bei dem zweitägigen Urnengang waren fast 20 Millionen Italiener zur Stimmabgabe aufgerufen, das sind mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten im ganzen Land. In Rom konnte sich der beliebte Bürgermeister Walter Veltroni nach stabilisierten Hochrechnungen mit rund 57 Prozent der Stimmen behaupten. In Turin kam Bürgermeister Sergio Chiamparino den Angaben zufolge auf über 60 Prozent der Stimmen. In Neapel erreichte Bürgermeisterin Rosa Russo Iervolino gut 52 Prozent der Stimmen.

Knapper Ausgang in Mailand

Spannend war dagegen das Rennen in der Finanzmetropole Mailand, wo die Rechtsparteien seit 13 Jahren an der Macht sind. Hier trat die ehemalige Kulturministerin aus dem Kabinett Berlusconi, Letizia Moratti, an und kam auf Anhieb auf rund 51 Prozent.

Insgesamt wurde in 1307 Kommunen und elf Provinzen sowie in der Region Sizilien gewählt. Wo es keine absolute Mehrheit für einen Kandidaten gab, sollen in zwei Wochen Stichwahlen stattfinden. (kap)

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