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Aktuell Amerika

Private Raumkapsel auf dem Weg zur ISS

Erstmals ist ein privater Raumtransporter ins All gestartet. Der unbemannte "Dragon" soll Ausrüstung und Lebensmittel zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

Pünktlich um 3.44 Uhr Ortszeit (9.44 MESZ) hob die "Falcon 9"-Trägerrakete mit der unbemannten "Dragon"-Raumkapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab.

Zehn Minuten später erreichte die Kapsel mit einer Länge von 5,10 Metern und einem Durchmesser von 3,66 Metern die Erdumlaufbahn und nahm Kurs auf die ISS. Wenn alles gut läuft, soll "Dragon" am Freitag an der ISS andocken.

"Dragon": Start mit Verzögerung

Die kalifornische Entwicklerfirma SpaceX hatte den Starttermin zuletzt am vergangenen Samstag kurzfristig verschieben müssen, wegen eines defekten Ventils am Antrieb. Die unbemannte Raumkapsel soll 521 Kilo Fracht zur ISS bringen, Ausrüstung und Lebensmittel für die Astronauten. Gut zwei Wochen später soll sie 660 Kilo Ladung wieder mit zur Erde zurücknehmen.

Video ansehen 01:07

Erste private Raumkapsel schreibt Geschichte

Das Unternehmen SpaceX schreibt mit dem Start Geschichte. Bisher war es staatlichen Raumfahrtbehörden wie der amerikanischen NASA vorbehalten, die ISS zu versorgen. "Die Falcon flog perfekt!!", twitterte der Unternehmensgründer Elon Musk begeistert. Das Unterfangen hatte dem Milliardär und Mitbegründer des Internet-Bezahlsystems Paypal einige Geduld abgefordert. Über Monate wurde der Start aus technischen Gründen immer wieder aufgeschoben,

Das Weiße Haus gratulierte zum geglückten Start. "Jeder Start ins All ist ein aufregendes Ereignis, aber dieses ist besonders aufregend", sagte der Berater von US-Präsidente Barack Obama für Wissenschaft und Technologie, John Holdren. Der Start hebe die wachsende Rolle des Privatsektors in der Raumfahrt hervor.

Hoch dotierte Verträge mit der NASA

Wegen der hohen Kosten für ein staatliches Raumfahrtprogramm setzt die US-Regierung nun auf private Anbieter - wie SpaceX. Ein Vertrag zwischen SpaceX und der US-Raumfahrtbehörde NASA sieht vor, dass das Unternehmen für 1,6 Milliarden Dollar (rund 1,26 Milliarden Euro) zwölf Versorgungsflüge zur ISS gewährleistet und rund 20 Tonnen Material dorthin verfrachtet. In zwei Jahren will SpaceX mit den "Dragon"-Kapseln auch Astronauten ins All bringen.

Einen ähnlichen Vertrag wie mit SpaceX schloss die NASA mit der Firma Orbital Space Corporation ab.

qu/fab (dapd, afp)

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