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Kultur

Prinz Charles gründet Schule für Aktmalerei

Prinz Charles (54) will im Herbst eine Schule für Aktmalerei gründen. Am lebenden Modell sollen dort die Schönheiten des menschlichen Körpers studiert werden. Wie die "Sunday Times" (12.07.2003) berichtete, will der britische Thronfolger damit ein Gegengewicht zur modernen BritArt schaffen. Führende Vertreter dieser Richtung wie Damien Hirst und Tracey Emin haben unter anderem mit eingelegten Tierkadavern, Bildern aus Elefantendung und zerwühlten Betten mit Menstruationsflecken auf sich aufmerksam gemacht.

Wie zuvor schon auf dem Feld der Architektur fordert Charles nun auch in der Kunst eine Rückbesinnung auf Traditionen. Die Zeichenschule will er über eine eigene Stiftung finanzieren. Doch Experten glauben, dass er damit genauso wenig einen Trend begründen wird wie mit seinen Modellsiedlungen Reet-gedecker Häuser mit Kopfsteinpflaster: "Die Kunst verändert sich jedes Jahrhundert", sagte der Kunstkritiker Waldemar Januszczak. "Man kann nicht ständig zurückschauen, sonst wären wir jetzt noch bei der Höhlenmalerei."