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Politik

Pressestimmen von Freitag, 25. Januar 2008

Erholung am Aktienmarkt

Die Lage am Aktienmarkt hat sich am Donnerstag wieder beruhigt. An den europäischen Börsen drehten die Kurse wieder ins Plus, so dass die Anleger erst mal aufatmen können. Doch wie konnte es zu den Turbulenzen der vergangen Tage eigentlich kommen. Dieser Frage gehen auch die deutschen Tageszeitungen nach.

DER TAGESSPIEGEL aus Berlin schreibt:

"Für die Wirtschaft gilt: Ganz genau weiß es keiner, nur nachher wussten es alle vorher. Und auch besser, wie man es vielleicht hätte machen sollen. Weil es sich beweisen lässt. Wer das glaubt, der darf dann auch der heimischen Wirtschaftspolitik nicht vertrauen, dass sie wüsste, was sie tut."

Die ALLGEMEINE ZEITUNG aus Mainz dagegen meint:

"Die Börsen weltweit erholen sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Geht es so weiter, wird der globale Börsencrash schnell weggesteckt sein. Grund ist die weltweit nach wie vor gute Konjunktur. Die gelassenen Einschätzungen der Volkswirte haben sich offenbar als richtig erwiesen."

Die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Heidelberg warnt:

"Sicher kann man nicht sein, dass die Aktien für diesmal ihren Boden gefunden haben. Auch wenn das führende Politiker den Menschen suggerieren. Denn sie wollen vor allem verhindern, dass viele Anleger in Panik ihre Papiere verkaufen, kaum noch Geld ausgeben und so die Konjunktur abwürgen. Und sie wollen ihr Wahlvolk beruhigen. Noch weiß niemand genau, ob in den USA eine Rezession ansteht. Kommt dort der Abschwung, mahlen spätestens ein Jahr später auch in unserer Wirtschaft die Mühlen langsamer. Das kann dann auch die Aktienkurse erneut nach unten schicken. "

Die STUTTGARTER ZEITUNG räsoniert:

"Solange es zu keiner Kreditklemme kommt und solange keine Bank zusammenbricht, wird auch die Rezession ausbleiben. 1,7 Prozent Wachstum, das ist allerdings auch nicht gerade ein stolzer Wert, der zudem auf optimistischen Annahmen fußt. So gehen die meisten Wirtschaftsforscher davon aus, dass die Bürger mit höheren Konsumausgaben zum Träger des Wachstums werden. Hier regiert offenbar das Prinzip Hoffnung, denn die Fakten lesen sich nüchterner. So ist der private Konsum, der seit langem vor sich hindümpelt, im vergangenen Jahr geschrumpft, und die Reallöhne sind zum vierten Mal in Folge gesunken."

Während die einen auf die Finanzwelt und die große Politik schauen, setzen sich die KIELER NACHRICHTEN mit den so genannten Kleinaktionären auseinander:

"Ein Volk von Aktionären? Dieser Traum ist längst ausgeträumt. Die Börse wird zur geschlossenen Gesellschaft für Großinvestoren und Wohlhabende. Die Schere zwischen Arm und Reich wird sich dadurch weiter öffnen. Mit dem schwindenden Vertrauen in die Börse bricht auch eine wichtige Säule der Altersversorgung weg. Denn für die Langfristanlage eignen sich Aktien besonders gut: Von Anfang 1997 bis Ende 2007 hat sich der Deutsche Aktienindex fast verdreifacht."