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Afrika

Pressefreiheit in Afrika: Was hat sich getan?

Zum Tag der Pressefreiheit und anlässlich des 25. Jubiläums der Windhuk-Deklaration unterstützt die DW Akademie die Veröffentlichung einer Zeitung und eines Sonderdossiers zu Pressefreiheit im Südlichen Afrika.

Am 3. Mai 1991 versammelten sich Journalisten aus ganz Afrika in der namibischen Hauptstadt Windhuk, um ein einschlägiges Dokument zu verfassen: die Deklaration von Windhuk für die Schaffung einer unabhängigen, pluralistischen und freien Presse in Afrika. Das Dokument betonte die besondere Bedeutung einer freien Presse für Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung.

Der Internationale Tag der Pressefreiheit, der jedes Jahr am 3. Mai gefeiert wird, geht zurück auf die Windhuk-Deklaration - eine Tatsache, die vielen nicht bewusst ist. Der Tag der Pressefreiheit würdigt die historische Bedeutung des Dokuments und gedenkt gleichzeitig der Medienschaffenden, die aufgrund ihrer Arbeit bedroht oder gar ermordet wurden.

Was hat sich seit der Deklaration von Windhuk getan? Wie ist es heute um die Presse- und Meinungsfreiheit in Afrika bestellt? Das Media Institute of Southern Africa (MISA) und die DW Akademie haben insgesamt 40 Journalisten zu dem Thema interviewt. Ihre Einschätzungen sind in einem Sonderdossier zusammengestellt.


Grund zum Feiern?

Einerseits ja, sagen einige der Autoren. Die Deklaration habe über die Jahre einen viel größeren Einfluss gehabt als zunächst gedacht. Die afrikanische Medienlandschaft habe sich dramatisch verändert, überall entstünden unabhängige Medien. Restriktive Gesetze seien teilweise geändert worden und mehr Journalisten als früher könnten ihrer Arbeit professionell nachgehen.

Andere Autoren weisen auf die nach wie vor restriktiven Gesetze aus Kolonialzeiten hin, die noch in vielen Ländern rechtskräftig sind. Außerdem würden staatliche Sender noch immer der Agenda von Regierungen folgen; Frauen blieben frappierend unterrepräsentiert und Verbrechen an Journalisten, vor allem Bloggern und Whistleblowern, blieben an der Tagesordnung.

Es gibt auch viele neue Herausforderungen: Wie können traditionelle Medien im digitalen Zeitalter relevant bleiben – und sollten sie das überhaupt? Welche Tücken und welche Chancen bringt das Internet mit sich? Wie kann es bei einer neuen Art der Suche und Verbreitung von Information genutzt werden? Wie können wir sicherstellen, dass alle Menschen Zugang zu Information haben können?

Die Sonderzeitung "The African Free Press" sowie die Online-Beiträge greifen all diese Themen auf. Mit dem Projekt möchte MISA seine Leser und Nutzer online wie offline dazu ermutigen, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung einzufordern.

Für mich als Journalistin, die mit großem Enthusiasmus auf die afrikanischen Medien blickt, halte ich die Meinungen und Einschätzungen, die in diesem Dossier zur Sprache kommen, für unverzichtbar und inspirierend", sagt Natascha Schwanke, Leiterin Afrika der DW Akademie. "Es werden dringende Probleme identifiziert und die Diskussion um Medienfreiheit vorangebracht."

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Journalisten geraten immer wieder unter Druck

Zoe Titus, Regional-Direktorin von MISA, sagt: "Die Windhuk-Deklaration ist Grundlage unserer Arbeit für Medienfreiheit und den Zugang zu Information. Mit dem Dossier möchten wir wichtigen und erfahrenen Medienschaffenden Gehör verschaffen und die Standpunkte zum Thema Pressefreiheit der Öffentlichkeit zugänglich mache. Medien im ganzen Land sollen diese Beiträge verwenden und teilen können."

Die drei größten Zeitungen in Namibia, The Namibian, Republikain und New Era brachten die "The African Free Press" als Sonderbeilage am 27. April heraus. Am Tag der Pressefreiheit soll die Zeitung ebenfalls in Kooperation mit anderen Organisationen für Medienfreiheit verteilt werden.

Alle Artikel und Inhalte des The African Free Press Dossier können heruntergeladen und geteilt werden. Mehr Informationen erhalten Sie auf www.whk25.misa.org.

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