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Aktuelles

Presse: Wulff wollte Berichte verhindern

Nach der Diskussion über den Privatkredit zur Finanzierung seines Hauses gerät Bundespräsident Christian Wulff weiter unter Druck. Zeitungen berichten, er habe versucht, recherchierende Journalisten zu beeinflussen.

Wulff gibt am Donnerstag (22.12.11) im Schloss Bellevue in Berlin eine Erklaerung bezueglich seiner Kreditaffaere ab (Foto: dapd)

Rief der Bundespräsident persönlich bei der "Bild"-Zeitung an?

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und die "Süddeutsche Zeitung" berichten übereinstimmend, der Bundespräsident habe am 12. Dezember von einem Staatsbesuch am Persischen Golf aus versucht, den Chef der "Bild"-Zeitung, Kai Dieckmann, anzurufen.

Als er diesen nicht erreichen konnte, habe Wulff auf dessen Mailbox gesprochen. Am Tag darauf erschien der erste Bericht in dem Boulevard-Blatt, in dem es heißt, als niedersächsischer Ministerpräsident habe Wulff einen 500.000-Euro-Privatkredit von dem Unternehmerehepaar Egon und Edith Geerkens erhalten.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und die "Süddeutsche" berichten, habe sich Wulff auf Dieckmanns Mailbox darüber beschwert, dass "Bild" eine "unglaubliche" Geschichte über ihn plane.

Der Präsident habe mit dem "endgültigen Bruch" mit dem Springer-Verlag, zu der die "Bild"-Zeitung gehört, gedroht, falls der Bericht tatsächlich erscheine. Wie die "Süddeutsche" an diesem Montag (02.01.2012) darüber hinaus berichtet, soll Wulff zudem mit einem Strafantrag gegen die in der Affäre recherchierenden Journalisten gedroht haben.

Später, so die "Süddeutsche", habe Wulff nochmals Kontakt zu Dieckmann aufgenommen und seinen früheren Anruf bedauert. Der Springer-Verlag berichtete selbst nicht über die versuchte Einflussnahme.

uh/sti (dpa, dapd,rtr)

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