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Wirtschaft

Presse: Deutschland nominiert keinen Kandidaten für IWF

Die Bundesregierung will nach einem Bericht des "Spiegel" (8.3.2004) keinen eigenen Kandidaten für den frei gewordenen Chefsessel des Internationalen Währungsfonds (IWF) ins Spiel bringen. Ein Deutscher habe als Nachfolger des bisherigen IWF-Chefs Horst Köhler keine Chancen, weil er auf Widerstand bei anderen europäischen Regierungen treffen würde, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Regierungsvertreter. Köhler war nach seiner Ernennung zum Kandidaten für das Bundespräsidentenamt als IWF-Direktor zurückgetreten.

In der Diskussion um einen möglichen Nachfolger haben mehrere europäische Länder Namen ins Spiel gebracht. Erste Aufschlüsse könnte die EU-Finanzministertagung am Dienstag in Brüssel liefern, bei der das Thema zumindest am Rande Gesprächsstoff liefern dürfte.

Die Regierung in Paris macht sich für Köhlers Nachfolger an der Spitze der Osteuropabank in London, Jean Lemierre, stark. Spanien hält seinen Finanzminister Rodrigo Rato für geeignet. Die Italiener nennen den ehemaligen Ministerpräsidenten Giulio Amato. Die Briten bringen den ehemaligen Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, Andrew Crockett, ins Gespräch. Traditionell wurde der IWF-Posten bisher von einem Europäer besetzt, während die USA den Präsidenten der Weltbank stellen.