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Wirtschaft

Premieren-Parade in Mobilfunk-Branche

Nokia und Microsoft stellen am Mittwoch erste Geräte mit dem neuen mobilen Betriebssystem Windows Phone 8 vor. Beide Partner sind darauf angewiesen, dass sie schnell zum Erfolg werden.

Microsoft CEO Steve Ballmer talks about the new Nokia Lumia 900 smartphone during a CES news conference, Monday, Jan. 9, 2012, in Las Vegas. The 2012 International CES tradeshow, the world's largest consumer electronics exhibition, starts Tuesday. (AP Photo/Julie Jacobson)

Consumer Electronics Show 2012

Nokia unternimmt heute einen neuen Anlauf, zu alter Größe zurückzufinden. Der einstige Handy-Weltmarktführer stellt zusammen mit dem Partner Microsoft neue Geräte vor. Erwartet werden zwei Smartphones mit dem neuen mobilen Betriebssystem Windows Phone 8. Nokia setzt große Hoffnungen in die Plattform, um die schwächelnden Smartphone-Verkäufe anzukurbeln.

Nokia-Chef Stephen Elop kündigte im Interview mit dem "Wall Street Journal" an, man werde in New York voll funktionsfähige Geräte der Lumia-Reihe mit Windows Phone 8 demonstrieren. Das wäre das erste Mal, dass ausführliche Details zu Microsofts neuem System bekanntwerden. Zudem war es ein Seitenhieb gegen Samsung: Der Rivale brachte bei der IFA in Berlin kurz ein Smartphone mit Windows Phone 8 auf die Bühne, aber zeigte es nicht in Aktion.

Letzte Chance für Nokia...

Am Dienstag kündigte Nokia rechtzeitig vor der Gerätevorstellung einen kostenlosen Musik-Streaming-Dienst für die USA an. Im Internet tauchten zudem zahlreiche Bilder auf, die angeblich die neuen Nokia-Modelle Lumia 920 und 820 mit Gehäusen in knalligem Gelb und Rot zeigen. Auf den Fotos war auch Zubehör wie eine Station zum drahtlosen Aufladen der Akkus zu sehen.

Nokia und Elop stehen massiv unter Druck. Der einstige Microsoft-Manager hat bei Nokia voll auf die Windows-Phone-Karte gesetzt und muss nach fast zwei Jahren an der Spitze größere Fortschritte vorweisen. Der finnische Handy-Konzern schreibt Quartal für Quartal hohe Verluste, die Aktie steckt tief im Keller fest, die großen Rating-Agenturen stuften die Bewertungen auf Ramsch-Niveau herab.

Von den aktuellen Lumia-Modellen mit Windows Phone 7 wurden im vergangenen Quartal vier Millionen Geräte verkauft. Das ist zwar eine deutliche Steigerung - aber bei weitem nicht genug, um vorne mitzumischen. Samsung setzte in dieser Zeit rund 50 Millionen Smartphones ab. Apple kam auf rund 26 Millionen iPhones, obwohl viele Kunden schon auf das nächste Modell warteten, das kommende Woche vorgestellt werden dürfte.

...und Microsoft

Auch Microsoft muss dringend die Marktposition seiner Windows-Phone-Plattform verbessern. Im vergangenen Quartal haben die Lumia-Smartphones zwar nahezu im Alleingang den Marktanteil des Systems erstmals deutlich steigen lassen - es war aber nur eine Verbesserung von 1,6 auf 2,7 Prozent, wie die Marktforscher von Gartner berechneten. Das Google-Betriebssystem Android dominiert den Markt mit mehr als 60 Prozent.

Nokia und Microsoft machen am Mittwoch den Anfang für eine ganze Welle von Neuheiten. Wenige Stunden später will der inzwischen zu Google gehörende Konkurrent Motorola etwas Neues zeigen. Am Tag darauf wird vom Online-Einzelhändler Amazon die nächste Generation seines Tablets Kindle Fire erwartet. Und Apple verschickte am Dienstag Einladungen zu einem Termin am 12. September. Darin wurde zwar nicht ausdrücklich angekündigt, dass es um das nächste iPhone gehen wird. Es gab jedoch einen unmissverständlichen Hinweis: Der Schatten der 12 auf der Einladung wurde wie eine 5 gestaltet. Damit dürfte auch die Diskussion darüber beendet sein, ob die nächste Version "iPhone 5" oder einfach nur "das neue iPhone" heißen wird.

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