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Fußball

Premier League verkürzt Transferperiode

Als erste europäische Fußball-Topliga beschließt die Premier League ein kürzeres Zeitfenster für Spielerwechsel. Das könnte Modellcharakter haben, auch für die Bundesliga.

Nach dem Wechsel-Wahnsinn des Sommers hat die Premier League als erste europäische Fußball-Topliga reagiert. Die Vorstände der 20 Klubs stimmten mehrheitlich für eine kürzere Transferperiode ab der Spielzeit 2018/19. Dann dürfen die Vereine nur noch bis zum Donnerstag (17.00 Uhr Ortszeit) vor dem ersten Spieltag auf Einkaufstour gehen. Spielerverkäufe sind dagegen weiter bis zum 31. August möglich. An diesem Tag endet die Transferperiode in den meisten anderen europäischen Ligen, auch in der Bundesliga.

Arsene Wenger, Teammanager des FC Arsenal, hatte den Schritt schon vor der Abstimmung befürwortet. "Nicht einmal die Spieler haben Klarheit", hatte Wenger gesagt. "Jeder Trainer in der Liga würde zustimmen, das vor Saisonbeginn zu klären, um nicht Spieler in der Kabine sitzen zu haben, die schon zur Hälfte weg sind."

"Auch in Deutschland mehrheitsfähig"

Schottland Max Eberl Champions League - Celtic Glasgow - Borussia Mönchengladbach (picture alliance/dpa/M. Becker)

Max Eberl: "Betrug am Fan"

Der Vorstoß der Premier League stieß in Deutschland auf ein überwiegend positives Echo. "Ich halte den Beschluss für richtig", sagte Schalkes Finanzvorstand Peter Peters, "wir müssten allerdings eine einheitliche Regelung für alle großen Ligen in Europa finden." Auch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke befürwortete die Initiative der Engländer: "Ich gehe davon aus, dass das auch in Deutschland mehrheitsfähig wäre." Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl bekräftigte seine Argumente für eine kürzere Transferperiode. "Die bisherige Regelung ist nicht nur eine Wettbewerbsverzerrung,", sagte Eberl, "sondern auch Betrug am Fan, der sich Ende Juli das Trikot eines Spielers kauft, der vielleicht Ende August für einen anderen Klub spielt."

DFL will sich mit anderen Ligen kurzschließen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) reagierte zurückhaltend. Es gebe bei den Klubs "noch kein abschließendes Meinungsbild", sagte ein DFL-Sprecher. Man wolle sich nun erst einmal mit den anderen europäischen Topligen abstimmen. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte sich bereits zuvor für eine Verkürzung der Transferperiode ausgesprochen. "Es ist seltsam, dass die Saison beginnt, du für einen Club spielst und dann wechseln kannst und einfach für den nächsten spielst", sagte der Slowene der ARD-Sportschau. "Das ist nicht gut für den Wettbewerb."

sn (dpa, sid)

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