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Aktuell Welt

Premier Cameron in Afghanistan

Es blieb dem britischen Regierungschef vorbehalten, als erster ausländischer Spitzenpolitiker den neuen Präsidenten Ghani in Kabul zu treffen. Die Probleme dort dürften aber die alten geblieben sein.

Der britische Premierminister David Cameron ist zu einem unangekündigten Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Cameron kam zunächst mit dem neuen afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani zusammen. Es ist das erste Treffen eines westlichen Regierungschefs mit dem jüngst vereidigten Staatschef.

453 britische Soldaten gestorben

Außerdem stattet Cameron den britischen Truppen einen Besuch ab, die ihren 13 Jahre dauernden Einsatz in Afghanistan bald beenden werden. Bei seiner Ankunft sagte Cameron, die britischen Streitkräfte hätten einen sehr hohen Preis für ihren Einsatz bezahlt. 453 Soldaten seien im Verlauf der Operation in Afghanistan ums Leben gekommen. Es sei aber beachtlich, wie weit die Sicherheitskräfte des Landes in den letzten Jahren gekommen seien. "Die afghanischen Streitkräfte haben den Taliban gezeigt, dass sie mit Gewalt und Einschüchterung nichts erreichen", sagte der britische Premier. Wenn die Taliban in der Zukunft des Landes eine Rolle spielen wollten, müssten sie akzeptieren, dass sie die Gewalt aufgeben und sich im politischen Prozess beteiligen müssten.

Zugleich erhielt Ghani von Cameron die ZueGhani, dass Großbritannien immer ein starker Partner Afghanistans sein werde und weiter helfe, Offiziere auszubilden, die das Rückgrat der afghanischen Armee bildeten. Präsident Ghani dankte den britischen Streitkräften und fügte hinzu: "Ihre Anwesenheit hat auch bedeutet, dass London und der Rest der Welt sicherer sind."

Ausbildungsmission löst Kampfeinsatz ab

Großbritannien hat derzeit noch 3900 Soldaten als Teil der NATO-geführten Afghanistan-Truppe ISAF am Hindukusch stationiert. Der Kampfeinsatz der Allianz wird ab 2015 von einer Ausbildungsmission abgelöst. Britische Einsatzkräfte werden dann in einer Ausbildungseinrichtung für Offiziere nahe Kabul stationiert.

Nach einem erbitterten Streit über den Ausgang der afghanischen Präsidentschaftswahl hatten sich Ghani und sein Rivale Abdullah Abdullah zuletzt auf eine Regierung der nationalen Einheit geeinigt. Ghani legte am Montag den Amtseid ab. Abdullah fungiert in der neuen Regierung als eine Art Ministerpräsident.

sti/qu (afp, dpa, rtr)

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