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Kultur

Preisträger der Goethe-Medaille 2017 stehen fest

Die indische Verlegerin Urvashi Butalia, die libanesische Schriftstellerin Emily Nasrallah und die russische Bürgerrechtlerin Irina Scherbakowa werden mit der Goethe-Medaille 2017 ausgezeichnet.

Die Preisträgerinnen (vlnr): Urvashi Butalia, Emily Nasrallah und Irina Scherbakowa

Die Preisträgerinnen (vlnr): Urvashi Butalia, Emily Nasrallah und Irina Scherbakowa

Das Goethe-Institut möchte mit der Auszeichnung gleich drei Persönlichkeiten ehren, "die Stellung beziehen zu Tabuthemen in ihren Gesellschaften - von Gewalt gegen Frauen bis zur Erinnerungspolitik", heißt es in der Mitteilung vom Montag.

Die Inderin Urvashi Butalia hat den ersten feministischen Buchverlag Indiens mitgegründet und führt seit 2003 einen eigenen Verlag. Sie schreibt über die moderne Geschichte Indiens und verfasst Texte für internationale Zeitungen, darunter "The Guardian" und "Times of India". Seit mehr als 40 Jahren engagiert sie sich dafür, diskriminierten Volksgruppen eine Stimme zu geben.

Die Libanesin Emily Nasrallah gehört zu den bekanntesten Schriftstellerinnen der arabischen Welt. Sie schreibt in einer besonders poetischen Sprache über den libanesischen Bürgerkrieg, den Alltag in den Dörfern des Landes und über die Gleichberechtigung von Frauen. Viele ihrer Bücher, darunter das Kinderbuch "Kater Ziku lebt gefährlich", sind auch ins Deutsche übersetzt worden.

Die russische Kulturwissenschaftlerin Irina Scherbakowa ist Mit-Initiatorin der russischen Menschenrechtsorganisation "Memorial". Ihre Forschungsgebiete befassen sich mit der sowjetischen Geschichte, dem Stalinismus und Totalitarismus im 20. Jahrhundert. Sie setzt sich für eine starke Erinnerungskultur in ihrem Land ein.

Goethe-Medaille (picture-alliance/dpa/C. Welz)

Die vom Goethe-Institut vergebene Auszeichnung

"Sprache ist der Schlüssel"

Unter dem Motto "Sprache ist der Schlüssel" wird der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, die Goethe-Medaillen am 28. August 2017 an die drei Frauen übergeben. Bei den Feierlichkeiten im Weimarer Residenzschloss wird unter anderem Marianne Birthler, die ehemalige Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, die Laudatio halten.

Die Goethe-Medaille wird jährlich an Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Seit der ersten Verleihung 1955 sind insgesamt 344 Persönlichkeiten aus 65 Ländern geehrt worden. Zu den Preisträgern gehören unter anderen Daniel Barenboim, Pierre Bourdieu, David Cornwell alias John le Carré, Lars Gustafsson, Ágnes Heller, Petros Markaris, Jorge Semprún, Robert Wilson, Helen Wolff und Juri Andruchowytsch.

sw/nf (dpa/Goethe-Institut)