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Wirtschaft

Preise steigen wieder - ein wenig

Nach einer Nullrunde bei der Preissteigerung im Februar sind die Preise für Waren und Dienstleistungen im März wieder leicht gestiegen. Nach wie vor dämpfen niedrigere Energiekosten die Inflation.

Waren und Dienstleistungen kosteten im März durchschnittlich 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Im Februar war die Inflationsrate auf null Prozent gefallen, im Januar lag sie bei 0,5 Prozent. Sie bleibt damit weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die erst bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen spricht.

Im Vergleich zum Februar 2016 erhöhten sich die Verbraucherpreise nach den Berechnungen der Wiesbadener Behörde um 0,8 Prozent. Stark rückläufig waren im März laut Statistik erneut die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe, die 8,9 Prozent niedriger waren als vor einem Jahr. Dagegen zogen die Preise für Nahrungsmittel um 1,3 Prozent an, die für Dienstleistungen um 1,6 Prozent.

Experten: Deflationsgefahr geht zurück

Experten sehen die Gefahr einer Deflation - eines Preisverfalls auf breiter Front mit negativen Folgen für die Wirtschaft - vorerst gebannt. "Die Inflationsrate bleibt zwar weiterhin sehr niedrig", sagte Ökonom Michael Holstein von der DZ Bank der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den nächsten Monaten noch einmal deutlich unter die Nulllinie fällt, ist nun aber kleiner geworden." Die jüngsten Maßnahmen der EZB hätten mit der etwas stärkeren Teuerung allerdings nichts zu tun. Diese könne aber umgekehrt bewirken, dass die Nervosität derWährungshüter um ihren Chef Mario Draghi "etwas nachlässt".

Die EZB will in der Euro-Zone eine Deflation unbedingt vermeiden. Mit einem Bündel von Maßnahmen will sie die Kreditvergabe stärker in Schwung bringen. So setzte sie jüngst den Leitzins erstmals auf null. Das billige Geld soll die Nachfrage stimulieren und so die Preise anschieben.

tko/ (rtr, afp, dpa)

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