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Wirtschaft

Preise in Euro-Zone fallen um 0,6 Prozent

Die Preise in der Euro-Zone fallen immer schneller und nähren die Furcht vor einer wirtschaftlich gefährlichen Deflation. Sie fielen im Januar nach ersten Schätzungen um 0,6 Prozent.

Das meldete das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Experten hatten lediglich mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet. Den Preisverfall spürten die Verbraucher besonders beim Heizen und Tanken: Die Energiekosten fielen um 8,9 Prozent.

Zugleich verbilligten sich Nahrungsmittel um 0,1 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) will ab März mehr als eine Billion Euro in den Finanzkreislauf pumpen, um die Inflation anzuheizen und eine Deflation zu verhindern. Denn wenn Preise dauerhaft ins Rutschen geraten, könnten Löhne und Investitionen sinken und so die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale treiben.

In Griechenland und Spanien fallen die Preise schon länger, was allerdings der Reform- und Sparpolitik geschuldet ist. Zugleich herrscht dort eine Kreditklemme. Mit dem massenhaften Ankauf von Staatsanleihen ab März will die EZB gegensteuern.

Das Kalkül dahinter: Banken sollen die Papiere abstoßen und mit der gewonnenen Liquidität im Gegenzug mehr Kredite vergeben. Damit könnte die maue Konjunktur in der Euro-Zone angekurbelt werden.

wen/ul (rtr, dpa)