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Sport

Preise für die Stars von morgen

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat in Hamburg die Juniorsportler des Jahres 2009 ausgezeichnet. Der Preis ist mit einem Stipendium verbunden, das den Nachwuchsathleten finanziell den Rücken frei halten soll.

Die 20 Jahre alte Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg Foto: Bodo Marks dpa/lno

Juniorsportlerin 2009 Die 20 Jahre alte Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg

Stolz steht Viktoria Rebensburg in schwarzem Abendkleid und rosa Tuch um die Schultern auf dem Podium der festlich geschmückten Handelskammer in Hamburg. Fröhlich lächelnd genießt sie den Applaus der rund 700 geladenen Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft im Auditorium. Die 20-Jährige dreifache Junioren-Weltmeisterin im alpinen Rennsport in den Disziplinen Super-G und Riesenslalom ist die Juniorsportlerin des Jahres 2009. Ihre Freude über die Auszeichnung ist groß: "Das ist super für meine Zukunftsplanung, weil ich nächstes Jahr das Studium im Fach Sportmanagement beginnen möchte. Deswegen werde ich für das Geld auf alle Fälle Verwendung finden."

Finanzielle Unterstützung für die Sieger

Der Vorsitzende Geschäftsführer der Stiftung Deutsche Sporthilfe Michael Ilgner (l-r), die Biathletin Miriam Gössner und der DPD-Geschäftsführer Sales & Marketing, Thomas Preuß Foto: Bodo Marks

Die Zweite: Biathletin Miriam Gössner

Genau dafür ist das Preisgeld auch vorgesehen. Seit 1978 fördert die Sporthilfe durch die Vergabe junge Talente. Eine 14-köpfige Fachjury unter dem Vorsitz von Thomas Bach, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, wählt aus zehn Kandidaten die Sieger. Rebensburg als Gewinnerin erhält 6.000 Euro. Hinter ihr landeten die Biathletin Miriam Gössner auf dem zweiten und der Kugelstoßer David Storl (beide neunzehn Jahre alt) auf dem dritten Rang. Sie dürfen sich über Stipendien in Höhe von 4.500 und 3.000 Euro freuen. Die sieben anderen Kandidaten werden mit 1.500 Euro bedacht. Das Geld soll helfen, das sich die Stars von morgen besser auf ihren Sport konzentrieren können. Finanzielle Probleme sollen den guten Leistungen nicht im Wege stehen. Auch Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick wurde so 1992 von der Sporthilfe unterstützt. "Gerade in den Anfangsjahren hilft das, wo dann viel Trainingslager ansteht, wo Utensilien wie in meinem Sport ein Badeanzug und so schon sehr teuer ist und man eben auch die Trainingslager finanzieren muss," sagt die heute 31-jährige.

Rebensburg will zu Olympia

Franziska van Almsick (AP Photo/Daniel Roland)

Auch sie war mal Juniorsportlerin des Jahres: Franziska van Almsick

Probleme, die auch die Kreutherin Rebensburg kennt, durch die sie sich aber nicht unnötig belasten will. Schließlich soll es mit der Karriere weiter bergauf gehen. Längst startet sie auch in den Erwachsenen-Konkurrenzen und belegt dabei achtbare Plätze, so zum Beispiel Rang neun bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr. Ihr sportliches Ziel ist die Etablierung in der Riesenslalom Top-Elite und den Top 15 im Super-G - und natürlich die Teilnahme bei den olympischen Spielen in Vancouver. Doch da gibt sie sich zurückhaltend: "Erstmal muss man sich qualifizieren. Mal schauen, wie die Saison verläuft, ob ich verletzungsfrei bleibe. Wenn ich mich qualifiziere, möchte ich natürlich Vollgas geben und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt."

Hockey-Herren sind Juniormannschaft des Jahres

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Werner E. Klatten (AP Photo/Ferdinand Ostrop) -----Werner E. Klatten, designated chairman of the German sports help during a press conference in Frankfurt, Germany, Friday, Oct. 24, 2008. (AP Photo/Ferdinand Ostrop)

Werner E. Klatten, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe

Neben Rebensburg als Einzelathletin wurden die Hockey-Herren von der Sporthilfe als Juniormannschaft des Jahres ausgezeichnet. Das Team, bestehend aus 17 bis 21-Jährigen Youngstern, gewann in Malaysia überraschend die nur alle vier Jahre stattfindende Weltmeisterschaft. "Der Schlusspfiff im Endspiel gegen die Niederlande war natürlich der größte Moment", erinnert sich Abwehrspieler Jonas Swiatek vom Berliner Hockey Club. "Das war ein unbeschreiblicher Augenblick für jeden von uns." 0:1 hatte seine Mannschaft in der Begegnung schon zurückgelegen, das Spiel aber gedreht und 3:1 gewonnen. Obendrein war sie auch noch das fairste Team und kam während des Turniers mit nur einer einzigen Gelben Karte aus. Jeder der Spieler erhält 2.000 Euro von der Deutschen Sporthilfe. Doch noch wichtiger: Alle Junior-Preisträger können fast schon sicher sein, eine große Zukunft vor sich zu haben. Denn die Jury hat einen sicheren Blick für große Karrieren. Die Geehrten der Vergangenheit waren später so gut wie alle erfolgreich. Zum Beispiel Schwimmer Michael Gross, Fechterin Anja Fichtel oder Tischtennisspieler Timo Boll.

Weitere Auszeichnungen gab es in der Kategorie Behindertensport für die 16-jährige Rollstuhlfechterin Annabel Breuer und den Sonderpreis im Gehörlosensport für den 21-jährigen Leichtathleten Daniel Helmis. Einen Fairnesspreis gab es außerdem für die Handballerin Wiebke Kethorn vom VfL Oldenburg.

Autor: Felix Hoffmann

Redaktion: Wolfgang van Kann

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