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Kultur

Preis für mutigen Fotojournalismus

Die US-amerikanische Fotografin Heidi Levine erhält den diesjährigen Anja-Niedringhaus-Preis für ihre journalistisch engagierte Arbeit. Der Preis ist der 2014 in Afghanistan ermordeten Fotoreporterin gewidmet.

Mit diesem Preis werden der Mut und das unermüdliche politische Engagement Heidi Levines ausgezeichnet, wie die Stiftung International Women´s Media Foundation (IWMF) am Dienstag (24.03.2015) mitteilte. Die internationale Stiftung hat den Preis im vergangenen Jahr, nach dem tragischen Tod der Fotojournalistin Anja Niedringhaus in Afghanistan, ins Leben gerufen. Er ist mit 20.000 US-Dollar (18.000,- Euro) dotiert und wird am 25. Juni in Berlin verliehen. Der IWMF wurde 1990 gegründet und setzt sich für die Pressefreiheit und die Stärkung mutiger Journalistinnen in aller Welt ein.

Die Jury hob in ihrer Begründung für den diesjährigen Preis hervor, dass Heidi Levine "tragische Ereignisse unter schrecklichen Umständen" dokumentiere und dabei immer "tiefes Mitgefühl für die Menschen, denen sie begegnet" zeige. Die ausgezeichnete Fotografin lebt in Jerusalem und hat in ihren Reportagen kontinuierlich über die Revolutionen in Ägypten, Syrien und Libyen berichtet. Sie kümmerte sich thematisch auch um das Schicksal der irakischen Flüchtlinge in Jordanien, Syrien und Schweden. Ihre Fotos wurden oft als Titelgeschichten in führenden internationalen Medien abgedruckt.

Kriegsfotografin Anja Niedringhaus Archivbild 2005 Rom S/W

Die Fotografin Anja Niedringhaus (Archivbild/2005)

Levine sagte gegenüber der Nachrichtenagentur, sie fühle sich geehrt, mit einem Preis ausgezeichnet zu werden, "der das Andenken an Anja aufrecht erhält." Sie habe ihre Kollegin sehr bewundert und oft um Rat gefragt. Die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete AP-Fotografin Anja Niedringhaus wurde im April 2014 in Afghanistan erschossen.

hm/az (epd/iwmf.org)

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