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Digitales Leben

#PrayforNice: Die Netzgemeinde hat genug von Terroranschlägen

Künstler und andere Twitter-User äußern ihre Solidarität angesichts der vielen Terroranschläge in den vergangenen Monaten. Sie lassen ihrer Frustration freien Lauf, wohl wissend, dass sich dadurch doch nichts ändert.

Der französische DJ David Guetta war einer der ersten Künstler, der seine Anteilnahme nach dem Anschlag in Nizza über die sozialen Netzwerke teilte. Guetta, dessen Single "This One's for You" das offizielle EM Lied war, schrieb auf Instagram: "All unsere Gedanken gehen an diesem Abend nach Nizza und nach Frankreich, ein Land der Liebe; Ich möchte immer noch daran glauben."

Popstar Rihanna war in einem Hotel in der Nähe des Anschlags. Sie sollte heute Abend in der Stadt ein Konzert geben. Aber sowohl das Konzert, als auch das Nizza Jazz Festival, das am Samstag beginnen sollte, wurde wegen des Anschlags abgesagt. "Aufgrund der tragischen Ereignisse in Nizza wird mein Konzert, das für morgen geplant war, nicht stattfinden. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien", schrieb Rihanna auf Instagram.

Ebenfalls aus Frankreich meldete sich der bekannte Karikaturist Plantu. Er postete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter nur ein einziges Bild, das rasant geteilt wurde:

Wut, Frust und Hilflosigkeit

Nach dem Angriff auf die "Charlie Hebdo"-Redaktion in Paris im Januar 2015, dem Massaker in der in Pariser Konzerthalle "Bataclan" im November 2015, dem Terroranschlag am Brüsseler Flughafen im März 2016 sowie mehreren Anschlägen in der Türkei hat sich in den sozialen Medien ein gewisses Muster ergeben. Auf Twitter werden häufig Darstellungen in den Nationalfarben des Landes geteilt, in dem der Anschlag begangen wurde. Dazu werden Hashtags wie #Prayfor [betroffene Stadt] (dt. Betet für... ) und #jesuis [betroffene Stadt] (dt. Ich bin... ) genutzt, um Solidarität und Anteilnahme zu bekunden.

Nach dem jüngsten Anschlag in Nizza ist aber auch etwas anderes auf Facebook, Twitter und Instagram zu beobachten: Wut, Frust und vor allem Hilflosigkeit kommt in den Onlineposts zum Ausdruck.

Die Häufigkeit der jüngsten Angriffe lastet schwer auf vielen Usern. In den Tweets mischt sich Ratlosigkeit mit Trauer und Hoffnung.

Gleichzeitig nutzen Populisten den Anschlag in Nizza für ihre Hass-Botschaften und hetzen in den Sozialen Netzwerken gegen Flüchtlinge, vor allem gegen Muslime.

"Der Frieden wird siegen"

Bloß nicht aufgeben und stark bleiben, fordern ebenfalls viele User. "Der Frieden wird siegen, die Angst wird verlieren", war eine häufig geteilte Botschaft am Morgen nach dem Anschlag.

Die Online-Zeitung "Huffington Post" fasst die Gefühle der Nutzer in nur einem einzigen Bild zusammen.

Bei der Analyse der Netzreaktionen wird eines deutlich: Die Welt hat genug von Terroranschlägen! Daher genügt der Hashtag #PrayforNice (dt. Betet für Nizza) vielen Usern nicht mehr. Ein neuer Hashtag wurde erfunden: #PrayfortheWorld (dt. Betet für die Welt).

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