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Welt

Praktische Forschung in Stockholm

Wer seinen Bachelor in Medizin oder Biologie in der Tasche hat und ein anerkanntes Institut sucht, um einen Master drauf zu setzen, findet beim Karolinska Institutet in Stockholm ausgezeichnete Studienbedingungen vor.

Übersichtskarte des Karolinska Institutet in Stockholm (Foto: Agnes Bührig)

Forschen, Suchen und Finden

Ein hell erleuchtetes Labor im Karolinska Institutet in Stockholm. Susanna Bächle ist hochkonzentriert bei der Arbeit. Sie saugt mit einer Pipette eine durchsichtige Flüssigkeit in ein Röhrchen. Das Ziel der 25-Jährigen ist es, rote Blutkörperchen, die mit Malaria infiziert sind, möglichst schnell sichtbar zu machen.

Studentin im Labor (Foto: Agnes Bührig)

Auf Genauigkeit kommt es an

Susanne Bächle hat in Deutschland einen Bachelor in Biomedizin gemacht und setzt jetzt einen Master drauf. Die Hälfte ihres zweijährigen Programms in Stockholm hat sie bereits hinter sich. Nachdem die ersten beiden Semester mit Vorlesungen und Wissensvermittlung gefüllt waren, geht es im dritten Semester um die praktische Forschung am Malariavirus, die sie im letzten Semester in ihrer Masterarbeit zusammenfasst.

Gute Betreuung der Studierenden

Dass ihre Wahl auf Stockholm fiel, kommt nicht von ungefähr: "Ich war schon einmal als Erasmus-Austauschstudentin hier und war echt begeistert von der Lehre. Die Vorlesungen wurden von Wissenschaftlern abgehalten, die zum gleichen Thema auch selbst forschten. Wir wurden gut betreut und ich hatte den Eindruck, dass sich die Dozenten wirklich um uns kümmern, dass sie erreichbar sind für uns Studierende. Dann habe ich mich beworben und es hat geklappt."

Engagement bei der Bewerbung ausschlaggebend

Kiste mit Laborproben (Foto: Agnes Bührig)

Probensammlung in der Experimentierkiste

Bei der Auswahl der Studierenden zählen nicht nur die Noten, hat Susanna Bächle beobachtet. Im vergangenen Semester war sie auf studentischer Seite beim Aussieben der neuen Kandidaten dabei. Da war auch das Engagement des Einzelnen für das eigene Fachgebiet wichtig und wie stark man sich schon durch Praktika qualifiziert hatte, sagt die Biomedizinerin. Außerdem mussten die Bewerber ihre Englischkenntnisse unter Beweis stellen.

Das Gerangel um die 90 Plätze in der Biomedizin pro Jahr wird in Zukunft jedoch weiter steigen, denn ab dem Herbst 2010 können sich die ersten Absolventen der Bachelor-Ausbildung von Karolinska bewerben. Inländische und ausländische Studierende werden sich dann die Waage halten, sagt Dan Grandér, zuständig für die Masterprogramme der Biomedizin.

Frühzeitige Planung wichtig

Gelbes Hinweisschild an einer Glastür (Foto: Agnes Bührig)

Hier kommt nicht jeder rein - "Zutritt nur mit Genehmigung"

Damit alles reibungslos klappt, ist eine frühzeitige Planung das A und O für den Auslandsaufenthalt, hat Susanne Bächle festgestellt. Fast ein Jahr im Voraus hat sie sich um den Studienplatz in Schweden gekümmert. Studiengebühren fallen am Karolinska Institutet nicht an. Doch für den Lebensunterhalt war sie auf ein Stipendium angewiesen. Aus diesem Grund hatte sie sich beim Deutschen Akademischen Austausch Dienst beworben und wurde angenommen.

Mit dem deutschen Stipendium kann sie sämtliche Ausgaben ihres zweijährigen Aufenthalts bestreiten, sagt sie erleichtert. Für die Bewerbung rät sie allen Kommilitonen: "Es ist wichtig, individuell zu sein. Sich zu überlegen, für welches Gebiet man sich interessiert und in diesem Bereich schon mal ein Praktikum zu machen. Auch selbständig Kontakt zu suchen, ist von Vorteil. Und nicht locker lassen, denn E-Mails können auch mal verloren gehen. Wenn man dran bleibt, kommt man irgendwann mal rein."

Autor: Agnes Bührig
Redaktion: Pouyeh Ansari

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