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Ostmitteleuropa

Prager Minister wirft Medien Parteinahme für Sudetendeutsche vor

– Beobachter werten Berichterstattung über tschechisch-deutsche Beziehungen als korrekt

Prag, 5.4.2002, RADIO PRAG, deutsch

Der tschechische Kulturminister Pavel Dostal hat den Medien des Landes vorgeworfen, bei ihrer Berichterstattung über die "sudetendeutsche Frage" die "tschechischen Interessen" nicht genügend zu verteidigen.

Auch die in Tschechien von der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft aus Düsseldorf und dem bayerischen Verlagshaus Passau herausgegebenen Zeitungen berichteten in diesem Punkt meist tendenziös, sagte der 59-jährige Sozialdemokrat am Donnerstag (4.4.).

Die Chefredakteure der Zeitungen wiesen die Vorwürfe entschieden zurück.

Der Politologe Rudolf Kucera wiederum kritisierte am Donnerstag, die Medienschelte des Ministers sei "schwer mit demokratischen Prinzipien in Einklang zu bringen."

Im Gegensatz zu Pavel Dostal stufte die Beauftragte für Media Observatory in der Tschechischen Republik, Irena Valova, die Berichterstattung in den tschechischen Medien über die tschechisch-deutschen Beziehungen und die Dekrete des Präsidenten Edvard Benes als überraschend korrekt ein.

Die Prager Regierung hoffe im Streit um die so genannten Benes-Dekrete nicht mehr auf eine faire Berichterstattung, sondern werde selbst ein Buch über die Vertreibung der Sudetendeutschen herausgeben, kündigte Dostal an. (...) (ykk)

  • Datum 05.04.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/23q7
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