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Ostmitteleuropa

Prag und Wien für UN-Mandat

- Havel und Klestil lehnen im Irak-Konflikt Alleingang der USA ab

Prag, 6.9.2002, RADIO PRAG, deutsch

Für die Präsidenten von Tschechien und Österreich, Vaclav Havel und Thomas Klestil, sollte eine mögliche bewaffnete Auseinandersetzung mit dem Irak "eine Aktion der internationalen Völkergemeinschaft und nicht der Alleingang eines Staates sein." Auf diese gemeinsame Einschätzung einigten sich die Staatsoberhäupter nach Angaben der tschechischen Nachrichtenagentur CTK am Donnerstag (5.9.) bei einem Treffen in der südmährischen Stadt Znojmo/Znaim.

"Über unsere Welt erhebt sich eine große globale Bedrohung, und der einzige Weg zum Frieden ist das partnerschaftliche Zusammenleben verschiedener Nationen und Kulturen", unterstrich Havel. Er hoffe, dass der NATO-Gipfel Ende November zu einer Lösung beitrage.

Des Weiteren haben beide Politiker mehr Sachlichkeit in der Diskussion über die strittigen Fragen in den tschechisch-österreichischen Beziehungen "die so genannten Benes-Dekrete und das südböhmische Atomkraftwerk Temelin" gefordert. Österreich sei bereit, sich nachhaltig für einen schnellen EU-Beitritt Tschechiens einzusetzen, heißt es in einer Erklärung, die die Staatsoberhäupter am Donnerstag in Znojmo veröffentlichten. Es sei aber auch nötig, die dunklen Seiten der gemeinsamen Geschichte beider Länder zu benennen und sich kritisch mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, hieß es. In der Absichtserklärung werden im Detail keine konkreten Schritte beschrieben, wie die strittigen Fragen zu lösen seien. (ykk)

  • Datum 06.09.2002
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