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Ostmitteleuropa

Prag und Bratislava wirtschaftlich vorn

- In diesen Regionen wird mehr erwirtschaftet als in den östlichen Ländern Deutschlands

Prag, 7.2.2002, PRAGER ZEITUNG, deutsch

Prag und Bratislava sind die Boom-Regionen in den EU-Kandidatenländern: in der slowakischen Hauptstadt wird genauso viel erwirtschaftet wie im EU-Durchschnitt, in der tschechischen Hauptstadt ein Viertel mehr. Setzt man den EU-Durchschnitt beim Brutto-Inlandsprodukt mit einem Indexwert von 100 an, kommt Prag auf 124 Punkte, Bratislava immerhin auf 95. Auf den weiteren Plätzen folgen Zypern (85), die ungarische Region Közep-Magyarorszag (75) sowie Slowenien (68). Das geht aus einer Zusammenstellung hervor, welche Eurostat (Luxemburg), die Statistikbehörde der Europäischen Union, vorige Woche veröffentlichte. (...)

Unter den zehn erfolgreichsten Regionen in den EU-Kandidatenländern ist Polen mit Mazowieckie (58 Punkte) auf Platz sechs nur einmal vertreten. Ungarn stellt mit Nyugat-Dunantul (57) noch eine zweite Boom-Region, dann folgen nach Malta (55 Prozent) auf Platz neun und zehn gleich zwei erfolgreiche Tschechische Gebiete: Der Südwesten (54 Prozent) und der Südosten (51 Prozent).

Von den reichen europäischen Zentren sind die Newcomer gleichwohl noch ein gutes Stück entfernt - in London wird das zweieinhalbfache des EU-Durchschnitts erwirtschaftet, die Stadt Brüssel bringt es auf 217 Prozent, das Großherzogtum Luxemburg auf 186, die Hansestadt Hamburg auf 183 Prozent. Deutlich über dem Schnitt liegen in Deutschland noch Oberbayern (150 Prozent), Darmstadt (148), Bremen (142) und Stuttgart (132). In Österreich kann nur das alles beherrschende Zentrum Wien (151 Prozent) mit den EU-Spitzenregionen mithalten.

Die ärmsten Regionen dagegen liegen in Rumänien: Der Nordosten kommt gerade auf 18 Prozent des EU-Durchschnittes, der Süden auf 21, der Südwesten und Nordwesten auf 22 Prozent. Von den zehn Gebieten mit der geringsten Wirtschaftskraft liegen sechs in Rumänien und vier in Bulgarien. (ykk)

  • Datum 07.02.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1pob
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