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Kunst

"Praemium Imperiale" geht an Martin Scorsese und Gidon Kremer

Der Praemium Imperiale gilt als Nobelpreis der Kunst. In diesem Jahr können sich Hollywood-Regisseur Martin Scorsese und Geiger Gidon Kremer über den hochdotierten Preis freuen: eine Auszeichnung ihres Lebenswerks.

Portrait Martin Scorsese. (Foto: picture-alliance/dpa/P. Foley)

Hollywoods Altmeister Martin Scorsese wurde in der Sparte Film/Theater prämiert

Martin Scorsese und Gidon Kremer sind weltweit anerkannte Künstler in ihrem Fach und wurden für ihr Lebenswerk geehrt: Das gab Goethe-Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann am Dienstag in Berlin im Namen der Japanese Art Association bekannt. Die Japanische Kunst-Vereinigung stiftet alljährlich den Preis, der unter der Schirmherrschaft des japanischen Königshauses steht. Auch die amerikanische Künstlerin Cindy Sherman, die französische Installationskünstlerin Annette Messager und der brasilianische Architekt Paulo Mendes da Rocha werden ausgezeichnet. Die Bekanntgabe der Preisträger fand zeitgleich in Paris, Rom, London, New York und Tokio statt.

Der US-amerikanische Filmregisseur Martin Scorsese wird für sein Lebenswerk in der Kategorie Theater/Film ausgezeichnet. Der 73-jährige Oscar-Preisträger ist unter anderem durch seine Filme "Taxi Driver", "Gangs of New York" und "The Departed" bekannt geworden. Sein deutscher Kollege Volker Schlöndorff würdigte Scorsese am Dienstag (13.09.2016) in Berlin als große Persönlichkeit mit eigener künstlerischer Handschrift und als "Autorenfilmer par excellence".

Porträt Gidon Kremer Geigenvirtuose. (Foto: Matthias Hiekel dpa/lsn)

Einer der Preisträger: der Geigenvirtuose Gidon Kremer

Der lettisch-jüdische Geigenvirtuose Gidon Kremer wird in der Kategorie Musik ebenfalls für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Kremer stammt aus Riga, ist am Moskauer Konservatorium ausgebildet worden und war Schüler des berühmten Geigers David Oistrach. Kremer hat sich mit dem Kammermusikfest Lockenhaus weltweit einen Namen gemacht. 1997 gründete er mit jungen Musikern die "Kremerata Baltica".

Die US-amerikanische Fotografin und Verkleidungs-Künstlerin Cindy Sherman erhält den Praemium Imperiale, der in diesem Jahr zum 28. Mal vergeben wird, in der Kategorie Malerei. Die 62-Jährige gilt als "Meisterin der Maskerade und der inszenierten Fotografie", wie Lehmann betonte.

Fotografie von Cindy Sherman. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Fotografie von Cindy Sherman auf der ART Week Berlin

Weitere Preisträger in diesem Jahr sind die französische Installationskünstlerin Annette Messager (72) in der Kategorie Skulptur, sowie der brasilianische Architekt Paulo Mendes da Rocha (87) in der Kategorie Architektur. Der auch als "Meister des Betons" bekannte da Rocha gilt als einer der wichtigsten und letzten Vertreter einer brasilianischen Architekten-Generation, die - inspiriert durch Le Corbusier – die Nachkriegszeit ihres Landes architektonisch entscheidend geprägt hat, wie es in der Begründung der Jury heißt. Mit dem Nachwuchspreis von umgerechnet rund 44.000 Euro wird in diesem Jahr das Five Arts Centre in Kuala Lumpur (Malaysia) gefördert.

Weltpreis der Kunst

Die Auszeichnung gilt als einer der weltweit wichtigsten Kunstpreise und ist mit 15 Millionen Yen, umgerechnet rund 130.000 Euro, dotiert. Sie wurde 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses zum Andenken an Prinz Takamatsu von der Japanischen Kunst-Vereinigung (Japanese Art Association) gestiftet und versteht sich als "Nobelpreis der Künste". Es werden besondere Leistungen in den fünf Sparten Malerei, Musik, Skulptur, Architektur und Film/Theater ausgezeichnet. Der Preis wird am 18. Oktober vom Bruder des japanischen Kaisers in Tokio überreicht.

Der Künstlers Wolfgang Laib siebt Blütenstaub auf den Boden. (Foto: Reni Hansen)

Der Bildhauer und Konzeptkünstler Wolfgang Laib, hier bei der Arbeit mit Blütenstaub

Bisherige Preisträger waren unter anderem Pina Bausch, Oscar Niemeyer, Gerhard Richter und Daniel Barenboim. 2015 erhielt der deutsche Bildhauer und Konzeptkünstler Wolfgang Laib (Foto) den Praemium Imperiale.

suc/hm (dpa/goetheinstitut.de)

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