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Aktuell Amerika

Präsidentschaftskandidatin Clinton spricht von "Stunde der Wahrheit für Amerika"

Hillary Clinton hat ihre Partei auf den Kampf gegen den Republikaner-Kandidaten Donald Trump eingeschworen. Die Annahme ihrer Kandidatur als Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten war dagegen nur Formsache.

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Clinton nimmt historische Nominierung an

In ihrer Grundsatzrede zum Abschluss des Nominierungsparteitages der Demokratischen Partei beschreibt Clinton ihren Kampf mit Trump um das Weiße Haus als Schicksalsentscheidung für die Zukunft der Vereinigten Staaten. "Wieder einmal ist für Amerika eine Stunde der Wahrheit gekommen", betonte sie.

Unter Bezug auf den stark polarisierenden Wahlkampf ihres Opponenten nannte Clinton die Wahl im November eine Entscheidung darüber, ob die USA gesellschaftlich weiter auseinanderdriften oder von ihr zusammengeführt werden. "Wir haben darüber zu entscheiden, ob wir alle zusammenarbeiten, so dass wir alle zusammen vorankommen." Trump verbreite lediglich Angst vor der Zukunft und wolle die USA vom Rest der Welt trennen. Trumps Aussage, er werde im Falle seiner Präsidentschaft US-Militärhilfen für Nato-Partner an Bedingungen knüpfen, konterte die frühere Chefdiplomatin: "Ich bin stolz darauf, unseren Alliierten in der Nato beizustehen, gegen alle Bedrohungen, denen sie gegenüberstehen, darunter auch aus Russland." An der Loyalität der USA zu den Verbündeten soll es keinen Zweifel geben.

Erste Priorität: mehr und bessere Jobs

Clinton kündigte an, im Falle ihrer Wahl, neue und gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen zu wollen. "Als Präsidentin werde ich mich darum kümmern, mehr gute Jobs zu schaffen, mit steigenden Löhnen, hier in den Vereinigten Staaten". Dies gelte besonders für benachteiligte Regionen des Landes. Diesen Schwerpunkt wolle sie von ihrem "ersten Tag im Amt bis zum letzten" setzen.

… und der Kampf gegen den Terror

Als weiteren Schwerpunkt nannte die 68-Jährige den Schutz der US-Bürger vor terroristischer Gewalt. Mit Blick auf die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus sagte Clinton: "Wir sehen mit klarem Blick, was auf unser Land zukommt, aber wir haben keine Angst." Die USA würden mit der Herausforderung wachsen, wie sie es stets getan hätten. "Von Bagdad bis Kabul, von Nizza über Paris und Brüssel bis nach San Bernardino und Orlando haben wir es mit entschlossenen Feinden zu tun, die besiegt werden müssen."

Es sei nicht verwunderlich, dass ihre Landsleute angesichts der jüngsten Serie von Terroranschlägen besorgt seien und nach Rückhalt suchten. "Verlässliche Führungsstärke" an der Staatsspitze werde verlangt, unterstrich Clinton.

Hillary Clinton nimmt Nominierung an

Die offizielle Annahme ihrer Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten war nur Formsache. Clinton war bereits am Dienstag von einer deutlichen Mehrheit der mehr als 4700 Delegierten auf der Partei-Convention in Philadelphia nominiert worden. In ihrer Parteitagsrede sagte Clinton, sie übernehme diese Aufgabe "mit Demut, Entschlossenheit und grenzenlosem Vertrauen in das amerikanische Versprechen".

Prominente Demokraten hatten in fein abgestimmter Inszenierung auf dem Nominierungsparteitag ihre Fähigkeiten als Mensch und Politikerin gelobt. US-Präsident Barack Obama empfahl die frühere Außenministerin, Senatorin und First Lady in einer leidenschaftlichen, 45 Minuten langen Rede als seine Nachfolgerin. "Ich bitte Euch, Hillary Clinton zur nächsten Präsidentin der Vereinigten Staaten zu wählen."

Der Kampf um den Einzug ins Weiße Haus zwischen Clinton und dem Republikaner-Kandidaten Trump entscheidet sich am 8. November. Clinton ist die erste Frau in der Geschichte der Vereinigten Staaten, die für eine der großen Parteien als Kandidatin nominiert ist. Wenn sie es schafft, schreibt sie Geschichte. Nach 44 US-Präsidenten, wäre Clinton die erste US-Präsidentin. Die jüngsten Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen ihr und Trump voraus.

qu/wl (cnn, rtr, afp ,dpa)

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