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Ostmitteleuropa

Präsident Aleksander Kwasniewski in Usbekistan

Zentrum für polnische Kultur und Sprache in Taschkent eröffnet

Köln, 22.10.2002, PAP, UzReport

PAP, 22.10.2002, poln.

Die Präsidenten Polens und Usbekistans Aleksander Kwasniewski und Islam Karimow haben sich für den Ausbau der bilateralen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen ausgesprochen und ihre Unterstützung für den Friedensprozess in Afghanistan zum Ausdruck gebracht. Nach ihrem Treffen am Montag (21.10.) gaben die Präsidenten Kwasniewski und Karimow eine gemeinsame Erklärung heraus. Es ist der erste Besuch des polnischen Präsidenten in Usbekistan.

"Die allseitige Entwicklung der bilateralen politischen, wirtschaftlichen, zwischenmenschlichen und anderen Beziehungen sollte der Festigung der Partnerschaft zwischen beiden Ländern dienen", ist in der Erklärung zu lesen.

Kwasniewski unterstrich, Polen betrachte Usbekistan als einen wichtigen Partner in Zentralasien, insbesondere bei der Schaffung eines wirksamen regionalen Sicherheitssystems und unterstütze dessen Anstrengungen bei der Festigung des Friedens und der Stabilität in der Region.

Beide Präsidenten bekundeten die Absicht, den Friedensprozess in Afghanistan (...) zu unterstützen. Sie verwiesen auf die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen Terrorismus, religiösen Extremismus, illegalen Drogenhandel und andere Erscheinungen des organisierten Verbrechens.

Beide Präsidenten, die an einem bilateralen Wirtschaftsforum teilnahmen, sprachen sich für eine Erweiterung der gegenseitigen Investitionen und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aus.

Der stellvertretende Wirtschaftsminister Andrzej Szarawarski, der ebenfalls in Taschkent weilt, teilte mit, Polen wolle Usbekistan einen Kredit von 30 Millionen Dollar für den Erwerb von Dienstleistungen polnischer Firmen gewähren. Nach seinen Worten kann das entsprechende Abkommen schon zur Jahreswende stehen. Szarawarski erklärte, die Handelsumsätze beider Länder seien sehr niedrig. Polen verkaufe an Usbekistan vor allem Zucker und kaufe Baumwolle und Rohstoffe - Erdgas und Erdölerzeugnisse. Nach seinen Worten ist das Potential der Zusammenarbeit, wenn es um die Beteiligung polnischer Firmen an der Modernisierung der Wirtschaft Usbekistans gehe, insbesondere in der Energiewirtschaft und im Eisenbahnwesen, groß. "Beide Seiten sind auch an einer eventuellen Zusammenarbeit bei der Afghanistan-Hilfe, insbesondere beim Wiederaufbau der Infrastruktur und beim Häuserbau, interessiert", sagte Szarawarski.

Der Minister für nationale Verteidigung Jerzy Szmajdzinski erklärte, Polen möchte einen Stützpunkt und einen Flughafen in Usbekistan für die Zwischenlandung von Flugzeugen nutzen, die das polnische Kontingent in Afghanistan versorgen. Darüber werde derzeit verhandelt. Der Verteidigungsminister schloss nicht aus, dass Polen sich an der Modernisierung der russischen Geräte beteiligt, mit denen die Streitkräfte Usbekistans ausgerüstet sind. Notwendig sei ein Regierungsabkommen über den Schutz geheimer Informationen. Szmajdzinski unterzeichnete in Taschkent einen Plan über die Zusammenarbeit des polnischen und des usbekischen Verteidigungsministeriums für das Jahr 2003.

Der stellvertretende Minister für Inneres und Verwaltung Zenon Kosiniak-Kamysz unterzeichnete ein Abkommen zwischen der Regierung Polens und Usbekistans über die Bekämpfung des organisierten Verbrechens (insbesondere des Drogenhandels).

Am Denkmal für General Anders in Taschkent legte der Präsident einen Kranz aus weißen und roten Blumen nieder. (...) In Usbekistan gibt es zahlreiche Friedhöfe, auf denen Polen ihre letzte Ruhe gefunden haben, die in der Armee von Anders auf dem Weg in den Iran in Folge von Krankheiten oder Erschöpfung den Tod gefunden hatten.

In einer katholischen Kirche in Taschkent trafen der Präsident und seine Gattin mit in Taschkent lebenden Polen zusammen. Nach verschiedenen Schätzungen leben in Usbekistan zwischen 3000 und 10 000 Menschen polnischer Abstammung. (TS)

UzReport, russ.,22.10.2002

Die Ehefrauen des polnischen und des usbekischen Präsidenten Jolanta Kwasniewska und Tatjana Karimowa haben am 21. Oktober der Usbekischen Staatlichen Universität für Internationale Sprachen einen Besuch abgestattet. Die First Ladies beider Länder nahmen an der Eröffnung des Polnischen Zentrums für Kultur und Sprache an der Fakultät für internationalen Journalismus teil und kamen mit Studenten der Universität zusammen, die die polnische Sprache studieren.

Das Zentrum ist auf Initiative des Senats der Republik Polen, der polnischen Botschaft in Usbekistan und der Usbekischen Staatlichen Universität für Internationale Sprachen gegründet worden, meldet UzA. Es ist mit technischen Ausrüstungen und Literatur ausgestattet worden, die es ermöglichen, die polnische Kultur, Geschichte und die Traditionen des polnischen Volkes kennen zu lernen. Seit zwei Jahren gibt es an der slawistischen Fakultät der Universität spezielle Arbeitsgruppen für die polnische Sprache.

Die Studenten boten den hohen Gästen ein kulturelles Programm. Es wurden Gedichte des polnischen Dichters Adam Mickiewicz aufgesagt und usbekische und polnische Volkslieder gesungen. (...) (TS)

  • Datum 22.10.2002
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