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Wissen & Umwelt

Pottwale sind gut fürs Klima!

Pottwal mit Kalb (Foto: AP)

Zwar atmen die gigantischen Meeressäuger - wie jedes Lebewesen - jede Menge klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2) aus, doch sie tragen - laut einer neuen Studie - auch dazu bei, dass viel CO2 gebunden werden kann. Wie der Pottwal das schafft? Jedes Jahr scheidet ein Tier mindestens 50 Tonnen Eisen aus als Nebenprodukt der Verdauung unzähliger Fische und Tintenfische. Dieses Eisen wirkt wie ein Dünger und lässt Algen wachsen, die in der Lage sind, große Mengen CO2 zu binden. Wissenschaftler haben nun errechnet, dass die Ausscheidungen eines Pottwals dazu beitragen, pro Jahr die Menge an Kohlendioxid auszugleichen, die dem Ausstoß von etwa 40.000 Autos entspricht.

Pottwale gehören zu den Zahnwalen, sie werden bis zu 18 Meter lang und 50 Tonnen schwer. Der Zahn eines Pottwals kann bis zu 30 Zentimeter lang werden, der Darm bis zu 250 Meter! Die Tiere kommen in allen Ozeanen vor, am häufigsten in den Tropen und Subtropen. Leider sind die Meeressäuger aufgrund der intensiven Bejagung in der Vergangenheit gefährdet und stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Die Studie ist in der Wissenschaftszeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht.

Autorin: Judith Hartl (mit dpa/PRS)
Redaktion: Tobias Oelmaier