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60 Jahre Goethe-Institut

Postkarte aus ...

Ein besonderer Blick, eine verrückte Begegnung - die Schnappschüsse von den Reportagereisen erzählen spannende, witzige, ungewöhnliche Geschichten.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Buenos Aires (Foto: DW / Maren Niemeyer)


Buenos Aires, Argentinien

Am liebsten erobere ich mir eine unbekannte Stadt mit dem Fahrrad. Seit kurzem ist das auch in der südamerikanischen Millionen-Metro über den großen Teich geschwappt. Die Urban Biking Stationen in Buenos Aires befinden sich in der Innenstadt und am Eingang zur neuen Hafencity. Mein besonderer Tipp ist die geführte Fahrradtour: Kultur, Architektur und Historie, verbunden mit jeder Menge Bewegung lassen einen völlig neuen, eigenen Blick auf die argentinische Hauptstadt zu.

Maren Niemeyer war für die Serie "Ein Sommer mit Goethe" in Buenos Aires...

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Hanoi (Foto: DW / Maren Niemeyer)


Hanoi, Vietnam

Das beliebteste Nationalgericht Vietnams ist die Pho-Suppe, sie wird zu jeder Tageszeit gegessen und enthält neben einer reichhaltigen Brühe Reisnudeln, Kräuter und dünn geschnittene Rindfleisch- oder Hühnerfleischscheiben. Weitere Zutaten sind Koriander, Lauchzwiebeln, Minze, Chilis, Limetten, Pfeffer und Fischsoße. Für Vietnamesen ist die Pho-Suppe als Grundnahrungsmittel etwa so wichtig wie für uns das Brot. An fast jeder Ecke in Hanoi findet man kleine offene Garküchen, in denen die leckere Suppe auf einfachen Gaskochern aus frischen Lebensmitteln hergestellt wird. Die beste Pho-Suppe der Stadt gibt es in der Garküche am Platz vor der Kirche Notre Dame, Ecke Nha Chung Street.

...und hat davor in Hanoi gedreht.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Kamerun (Foto: DW/ Aya Bach)


Douala, Kamerun

Ohne Schirm geht nichts in Douala. Es ist Regenzeit. Von früh bis spät, von spät bis früh, tagelang, stundenlang stürzt Wasser vom Himmel. Immerhin: fast überall an der Straße gibt es Händler, die Schirme verkaufen - ein ziemlich krisensicheres Geschäft. Auch wenn es so wie hier Momente gibt, in denen der Regen aufhört. Aber selbst dann sind gefühlte 150 Prozent Luftfeuchtigkeit bei tropischen Temperaturen eine Herausforderung für europäische Weicheier wie mich. Die Bewohner der Millionenstadt dagegen nehmen die Fluten in bewundernswerter Gelassenheit hin. Ich glaube, sie sind auch Weltmeister darin, ihre Autos durch riesige wassergefüllte Schlaglöcher und über aufgeweichte Sandpisten zu manövrieren. Doch während Douala in den Fluten versinkt, haben rund 70 Prozent der Menschen in der Stadt keinen Wasseranschluss. Für sie heißt es zum öffentlichen Brunnen gehen und Eimer schleppen. Am besten hat man einen Schirm dabei…

Aya Bach war in Kamerun unterwegs.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus New York City (Foto: DW / Maximilian Hofmann)


New York City, USA

Das Problem am Empire State Building: Wenn man drauf steht, kann man es nicht sehen. Dabei ist die Skyline des Big Apple ohne sein Symbol wie Suppe ohne Salz. Wer also den Block von oben sucht, unbedingt auf das "Top of the Rock" im Rockefeller Center fahren – ist übrigens auch günstiger als das Empire State Building. Am besten kurz vor Sonnenuntergang, dann sieht man Manhattan vom 70. Stock bei Tag und kurz darauf auch bei Nacht.

Maximilian Hofmann war in New York.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Belgrad (Foto: DW / Matthias Frickel)


Belgrad, Serbien

Nach Belgrad aufzubrechen, ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Für jeden Fleck der Erde gibt es einen passenden Reiseführer. Doch auch 20 Jahre nach den Balkan-Kriegen findet man nirgendwo in Berlin einen City-Guide über Serbiens Hauptstadt. Zagreb, Ljubljana, Sarajewo – längst sind die Metropolen des früheren Jugoslawien auch für westliche Touristen wieder leicht zugänglich. Doch Belgrad bleibt außen vor. Dabei ist die Stadt längst wieder der Treffpunkt für junge Leute aus dem ganzen Balkanraum. Einer der spannendsten Orte: das GRAD, "a european center for culture and debate". Konzerte, Kunst, Workshops, Literatur, Theater. Am einen Tag stellt hier eine junge Kroatin ihren Roman über eine bosnische Kindheit unter serbischem Beschuss vor, am nächsten spielt eine Belgrader Retro-Rock-Kombo groß auf. Mein Tipp!

Matthias Frickel hat Belgrad erkundet.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Parma (Foto: DW / Regina Roland)


Parma, Italien

Parma im Regen? Im Sommer? Damit hatte ich nicht gerechnet, aber jetzt weiß ich: Jeder, der einmal in die "Hauptstadt" der Gastronomie und Kultur reisen will, sollte einen Regenschirm einpacken – möglichst einen großen! Auch in einer der berühmtesten und geschichtsträchtigsten Städte Italiens kann es ganz schön schütten. Aber ich stehe ja auf der Piazza del Duomo in der Altstadt – und wo, wenn nicht in Parma, gibt es ein opulentes Kulturerbe zu erforschen. Bei Regen lohnt sich zum Beispiel ein Besuch in der mittelalterlichen Domkathedrale. Und die lokalen Spezialitäten wie Parmaschinken oder Parmesankäse kann man ja auch unabhängig vom Wetter genießen. Eins ist sicher: Parma lohnt sich – auch bei Regen.

Regina Roland war in Parma unterwegs.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Schwäbisch Hall (Foto: DW / Nils Schmidt)


Schwäbisch Hall, Deutschland

Kunsthalle Würth. Der Industrielle und Kunstsammler Reinhold Würth hat mit seinem Privatmuseum Schwäbisch Hall zu einem Hot Spot in Sachen zeitgenössischer Kunst gemacht. Derzeit zu sehen: bunt, üppig, fröhlich - die weltberühmten Nanas von Niki de Saint Phalle. Vor dem Eingang hat sich der "Nikigator" postiert - ein freundliches grünes Monster, das den Ausstellungstitel "Spiel mit mir" auf treffende Art und Weise versinnbildlicht. Besonders gefallen hat mir, dass Kunstmäzen Würth von den Besuchern keinen Eintritt verlangt und dass sich die Kunsthalle trotz moderner Gestaltung harmonisch in die Umgebung einfügt. Wunderschön auch der Ausblick vom Vorplatz des Museums über die Schwäbisch Haller Altstadt.

Nils Schmidt hat sich in Schwäbisch Hall umgesehen.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Kyoto (Foto: DW / Eva Mehl)


Kyoto, Japan

Kyoto - nirgendwo sonst in Japan gibt es so viele Tempel wie in der alten Kaiserstadt. Hier wird für die Opfer im 500 Kilometer entfernten Fukushima gebetet. Kyoto selbst ist vom Erdbeben, Tsunami und radioaktiver Strahlung verschont geblieben. Doch der spirituelle Beistand für die Landsleute ist wichtig. Vor dem Tempelbesuch erfolgt eine rituelle Reinigung. Mit kleinen Bambuskellen schöpfen die Besucher Wasser. Damit waschen sie sich Mund und Hände. Erst nach dieser Zeremonie betreten sie den Schrein zum Gebet.

Eva Mehl hat Kyoto besucht.

60 Jahre Goethe-Institut - Postkarte aus Medellín (Foto: DW / Ricarda Otte)


Medellín, Kolumbien

Wer frisches Obst mag, ist in Kolumbien tatsächlich im Paradies angekommen. Aber wer soll sich denn diese ganzen Namen merken, für die es nur sehr altertümlich anmutende Übersetzungen gibt? Zapote ist ein "Breiapfel", für níspero hat das Wörterbuch "Mispel" oder "Kumquat" parat, und die Frucht guayaba (links im Bild) ist bei uns wahrscheinlich auch als "Echte Guave" nicht so leicht aufzutreiben. Einfacher zu merken und fast genau so lecker schmecken grüne Mangos mit Salz und Zitronensaft (rechts), so wie sie hier an der Plaza Botero in Medellín verkauft werden. In mundgerechten Schlangen - köstlich.

Ricarda Otte war in Medellín.

60 Jahre Goethe-Institut: Postkarte aus Kairo (Foto: DW / Bettina Kolb)


Kairo, Ägypten

Graffiti in Kairo - vor der Revolution wäre das undenkbar gewesen, die Angst zu groß. Aber jetzt entstehen fast täglich neue Kunstwerke auf der Straße. Eines meiner Lieblingsbilder ist Teil einer Wandserie an der Kunsthochschule im Stadtteil Zamalek. Ein Spaziergang durch die Stadt lohnt sich - überall werden Bildergeschichten der Revolution an Wänden erzählt. Und die Street Artists sind bei den jungen Leuten Ikonen des neuen Ägyptens.

Bettina Kolb hat diese Grüße aus Kairo geschickt.