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60 Jahre Goethe-Institut

Postkarte aus Kamerun

Ein besonderer Blick, eine verrückte Begegnung - die Schnappschüsse von den Reportagereisen erzählen spannende, witzige, ungewöhnliche Geschichten.

Ein Sommer mit Goethe: Postkarte aus Kamerun (Foto: DW / Aya Bach)


Ohne Schirm geht nichts in Douala. Es ist Regenzeit. Von früh bis spät, von spät bis früh, tagelang, stundenlang stürzt Wasser vom Himmel. Immerhin: fast überall an der Straße gibt es Händler, die Schirme verkaufen - ein ziemlich krisensicheres Geschäft. Auch wenn es so wie hier Momente gibt, in denen der Regen aufhört. Aber selbst dann sind gefühlte 150 Prozent Luftfeuchtigkeit bei tropischen Temperaturen eine Herausforderung für europäische Weicheier wie mich. Die Bewohner der Millionenstadt dagegen nehmen die Fluten in bewundernswerter Gelassenheit hin. Ich glaube, sie sind auch Weltmeister darin, ihre Autos durch riesige wassergefüllte Schlaglöcher und über aufgeweichte Sandpisten zu manövrieren. Doch während Douala in den Fluten versinkt, haben rund 70 Prozent der Menschen in der Stadt keinen Wasseranschluss. Für sie heißt es zum öffentlichen Brunnen gehen und Eimer schleppen. Am besten hat man einen Schirm dabei…

Aya Bach war für die KULTUR.21-Serie "Ein Sommer mit Goethe" in Kamerun unterwegs.

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