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Deutschlehrer-Info

„Postfaktisch“ ist Wort des Jahres 2016

Am Ende hat sich „postfaktisch“ gegen den Konkurrenten „Brexit“ durchgesetzt. Die Gesellschaft für deutsche Sprache kürte „postfaktisch“ in ihrer alljährlichen Wahl zum "Wort des Jahres“.

„Postfaktisch“ hatte sich besonders zum Jahresende in den Sprachgebrauch der Deutschen gemischt. Infolge des US-Wahlkampfs und des Sieges von Donald Trump wurde im Zusammenhang mit der Weiterverbreitung von falschen Tatsachen immer wieder das Wort „postfaktisch“ verwendet. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den Begriff benutzt. Er kommt meist dann zum Einsatz, wenn die öffentliche Meinung weniger von objektiven Tatsachen als von Gefühlen und Ressentiments beeinflusst wird. In seiner englischen Übersetzung „post-truth“ hat es die Vokabel schon zum "International Word of the Year“ gebracht.

Am Ende drei Favoriten

Lange hatte „Brexit“ als Favorit für den diesjährigen Titel gegolten. Zum engeren Favoritenkreis 2016 zählte außerdem noch das Wort „Gruselclowns“.

Das Wort des Jahres wählt alljährlich eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) aus. Diesmal war die Auswahl aus rund 1300 Fundstellen in Medien und 700 externen Vorschlägen getroffen worden. 2015 lag der Begriff „Flüchtlinge“ ganz vorn.

Entscheidend ist nicht die Häufigkeit

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hält Ausschau nach Wörtern und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich besonders bestimmt haben. Für die Auswahl entscheidend ist der GfdS zufolge nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern vielmehr seine Signifikanz, Popularität und sprachliche Qualität.

jk/so (dpa/GfdS)

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