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"Wort des Jahres"

"Postfaktisch" ist das Wort des Jahres 2016

In politischen und gesellschaftlichen Diskussionen gehe es zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ihre Entscheidung.

Insofern stehe das Wort für einen tiefgreifenden politischen Wandel. Die Entscheidung der Jury sei einstimmig ausgefallen, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Professor Peter Schlobinski.

Auf Platz zwei der Liste der Gesellschaft landete das Kunstwort "Brexit", mit dem der geplante Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) bezeichnet wird. Das vorangegangene Referendum sei zugleich ein "Triumph postfaktischer Politik" gewesen, denn die Befürworter seien mit zum Teil gezielten Fehlinformationen vorgegangen.

Auf Platz drei wählten die Experten den Begriff  "Silvesternacht", mit dem nach den massenhaften Übergriffen auf
Frauen vor allem in Köln nun neue, unerfreuliche Assoziationen verbunden seien.

Die Jury kürt seit 1977 regelmäßig Wörter und Redewendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich besonders bestimmt haben. Im vergangenen Jahr setzte sie das Wort "Flüchtlinge" auf Platz 1 ihrer Liste.  

se/kle (GfdS, dpa, epd)