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Aktuell Welt

Positiver Auftakt bei Atom-Gesprächen

Ein Treffen in Istanbul: Der Iran und die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat sowie Deutschland sprechen wieder miteinander über das Atomprogramm Teherans. Zu Beginn war von "positiver Atmosphäre" die Rede.

Nach mehr als einem Jahr haben der Iran und die internationale Gemeinschaft ihre Gespräche über das umstrittene Atomprogramm des Landes wieder aufgenommen. Mit einem Durchbruch im Nuklearstreit wird zwar nicht gerechnet, aber zumindest mit einer Absprache über weitere Verhandlungen. Und vielleicht mit einer Annäherung.

Der Wunsch nach Fortschritten

Die Atomgespräche mit dem Iran in istanbul Foto: Burhan Ozbilici/AP

Die Verhandlungsrunde in Istanbul

Der Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton gab ein erstes Stimmungsbild bekannt, als er von einer "positiven Atmosphäre" sprach. Michael Mann sagte weiter: "Es gibt den Wunsch, zu substanziellen Fortschritten zu kommen." Die Grundlagen für weitere Verhandlungen seien da. Mann betonte, die Gesprächsatmosphäre sei "positiv" und "völlig anders" als beim letzten Treffen der sogenannten 5+1-Gruppe mit dem Iran, das im Januar 2011 ergebnislos abgebrochen worden war.

Mit dem Iran verhandeln in Istanbul neben Deutschland die fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien. Diplomaten hatten vor der neuen Verhandlungsrunde gesagt, es werde bei dem Treffen zunächst nicht um Detailfragen gehen. Wie aus Verhandlungskreisen verlautete, wurde allenfalls mit der Vereinbarung eines weiteren Treffens in vier bis sechs Wochen gerechnet. Eine mögliche zweite Verhandlungsrunde könnte im Mai in Bagdad stattfinden. Der iranische Atomunterhändler Said Dschalili hatte vor der Wiederaufnahme der Gespräche "neue Initiativen" zur Beilegung des Konflikts angekündigt und im Gegenzug "einen konstruktiven Ansatz" von der 5+1-Gruppe verlangt.

Die iranische Atomanlage in Buschehr. Foto: AP Photo/Vahid Salemi

Stein des Anstosses: das iranische Atomprogramm, hier die Anlage in Buschehr

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte den Iran zu "ernsthaften und zielgerichteten Verhandlungen" auf. Die Zeit für taktische Spiele jedweder Art sei längst abgelaufen, hieß es in einer vom Auswärtigen Amt verbreiteten Erklärung. Westerwelle räumte ein, dass die neuen Gespräche "alles andere als einfach" würden. "Ich setze aber darauf, dass es mit Vernunft und Augenmaß auf allen Seiten gelingen kann, einen Dialogprozess in Gang zu setzen, an dessen Ende eine für alle tragbare politische Lösung steht", erklärte der Minister.

ml/qu (AFP, dapd, rtr)