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Sport

Portugal will endlich den Titel

Sie waren so nahe dran am EM-Titel, die Portugiesen. Doch bei der Europameisterschaft 2004 im eigenen Land verloren sie gleich zweimal gegen Griechenland: Zum Auftakt und im Finale. Nun starten sie einen neuen Anlauf.

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Stürmerstar Cristiano Ronaldo zeigt allen wo's langgeht

So nahe dran an einem Titel wie vor vier Jahren waren die Portugiesen noch nie: Mit 0:1 verloren sie als Gastgeber der Europameisterschaft das Endspiel gegen Griechenland. Sie hatten zwar herausragende Spieler; die "Goldene Generation", die 1991 Junioren-Weltmeister geworden war, hatte es aber nicht geschafft, sich auch bei den "Großen" entscheidend durchzusetzen. Mit Luis Figo trat der letzte von ihnen nach der WM in Deutschland ab, nachdem vorher schon Conceisao, Paulo Sousa, Rui Costa oder Fernando Couto ihren Abschied genommen hatten.

Die aktuellen Topstars heißen Cristiano Ronaldo, Deco und Nuno Gomes. Der Stürmer Gomes ist überzeugt davon, dass sein Team bei der EURO ein Wörtchen mitreden wird. Man habe immer noch ein starkes Team, "aber wir sind jetzt jünger. Vielleicht sind wir jetzt also noch stärker."

Der Trainer war schon Weltmeister

Fußball - Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari spricht

Trainer Luiz Felipe Scolari war schon Weltmeister - allerdings mit Brasilien

Ein Garant dafür sollte der Nationaltrainer sein: Luiz Felipe Scolari führte seine Brasilianer im Jahre 2002 zum Weltmeistertitel und Portugal, das er seit fünf Jahren betreut, in die Weltspitze. Aktueller Ranglistenplatz: 9. Die Spieler sind begeistert von ihm, so auch Nuno Gomes, der bei Benfica Lissabon unter Vertrag steht: Er leiste großartige Arbeit und stehe voll hinter den Spielern.

Bei der EURO, die die Portugiesen als Gruppenzweiter hinter Polen erreichten, sind sie gleich am ersten Tag dran. Nach dem Auftaktspiel zwischen der Schweiz und Tschechien geht es für Scolaris Mannschaft gegen die Türkei. "Wir werden große Schwierigkeiten haben", sagt der Trainer, "und wenn wir in die nächste Runde kommen, wäre das optimal und wir hätten unser Ziel erreicht."

Ein Superstar namens Ronaldo

Understatement also vor dem Turnier. Die Erfolglosigkeit bisher verbietet große Sprüche. Kein einziger Titel mit der Nationalmannschaft - obwohl doch der FC Porto, Benfica und Sporting Lissabon in der europäischen Clubspitze mitmischen. Und obwohl man mit Cristiano Ronaldo einen der besten Fußballer des Kontinents im Kader hat.

Die Augen des Publikums sind auf den Mann von Manchester United gerichtet, der Nationaltrainer nimmt seinen Star aus dem Rampenlicht: "Wir sind kein Team, das von A, B oder C abhängt. Wir hängen von einer Gruppe ab, die uns in bestimmten Situationen unterstützt." Auch ein Ronaldo könne mal einen schlechten Tag haben, auch wenn er ansonsten spektakulär spiele, so Scolari.

Exportschlager Nationalspieler

Fernando Meira während eines Freundschaftsspieles Portugal gegen Griechenland

Einer von drei Bundesliga-Spielern bei Portugal: Fernando Meira (VfB Stuttgart)

Portugals Spieler sind auf die Topclubs in ganz Europa verteilt. Die meisten spielen in Spanien oder England, den zahlungskräftigsten Ligen des Kontinents. Aber mit dem Stuttgarter Fernando Meira, dem Wolfsburger Ricardo Costa und dem Bremer Hugo Almeida stehen auch drei Bundesligaprofis im aktuellen EM-Kader.

Sollte es übrigens in Österreich und der Schweiz zum Elfmeterschießen kommen, ist Portugal gut gerüstet. Denn mit Riccardo hat man einen echten Elfmetertöter im Tor. Bei der WM in Deutschland stellte der einen Rekord auf, als er gegen England gleich drei Elfer entschärfte. Was aber gegen England keine Kunst sein soll …

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