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Sport

Portugal und Griechenland im Viertelfinale

Nach Tschechien haben sich auch EM-Gastgeber Portugal und Außenseiter Griechenland für das Viertelfinale qualifiziert. Ausgeschieden ist dagegen Turnier-Mitfavorit Spanien.

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Ganz Portugal liegt im EM-Freudentaumel: Der Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft schaffte im iberischen Bruderkampf gegen Spanien durch ein 1:0 (0:0) am letzten Spieltag der Gruppe A noch den Einzug ins Viertelfinale und kann damit weiterhin vom ersten Titel der 'goldenen Generation' um Superstar Luis Figo träumen. Die als EM-Mitfavorit eingestuften Spanier konnten hingegen 40 Jahre nach dem bislang einzigen EM-Triumph im eigenen Land die hohen Erwartungen wieder einmal nicht erfüllen und müssen nach der Vorrunde die Heimreise antreten.

Unter dem Druck, das Spiel gewinnen zu müssen, zeigten die Portugiesen mit einer engagierten und leidenschaftlichen Vorstellung endlich jene Eigenschaften, die die Fans bei den beiden ersten Auftritten (1:2 gegen Griechenland, 2:0 gegen Russland) vermisst hatten. Mit dem 19-jährigen Cristiano Ronaldo von Manchester United kam frischer Wind ins Angriffsspiel. Zusammen mit Altstar Luis Figo sorgte er für erhebliche Verwirrung in der spanischen Abwehr.

Erster Sieg gegen Spanien seit 23 Jahren

EM 2004 Spanien gegen Portugal Spiel Tor Nuno Gomes

Nuno Gomes, der Held des (portugiesischen) Tages

Der zur Halbzeit für den erneut glücklosen Pauleta eingewechselte Nuno Gomes von Benfica Lissabon markierte in der 57. Minute mit einem Schuss aus der Drehung aus 18 Metern das erlösende 1:0 für die Portugiesen. Allerdings hing der Sieg bis zum Schluss am seidenen Faden. Pfosten und Latte verhinderten den drohenden Ausgleich, der für die Gastgeber gleichbedeutend mit dem Vorrunden-K.o. gewesen wäre. Am Ende aber konnte sich der brasilianische Weltmeister-Macher und Portugal-Coach Luiz Felipe Scolari von 50.000 Zuschauern im ausverkauften Estadio Jose Alvalade von Lissabon feiern lassen. Immerhin war den Portugiesen nach 23 Jahren der erste Länderspielsieg gegen den Erzrivalen gelungen.

Einen Platz im Fußball-Olymp sicherte sich bei der EM-Endrunde Otto Rehhagel. Seine Fußball-"Götter" haben sich in einem hoch dramatischen Gruppenfinale erstmals in die Runde der letzten Acht bei einer Europameisterschaft gezittert. Die Hellenen feierten ihre 1:2-Niederlage gegen Russland in Faro wie einen Sieg. Denn im Vergleich mit den punktgleichen Spaniern gaben die mehr erzielten Tore letztlich den Ausschlag für die Griechen.

Auch hier: Zittern bis zum Schlusspfiff

EM 2004 Russland gegen Griechenland Spiel

Griechenland verliert und kommt trotzdem weiter - dank Vryzas

Vor 24.000 Zuschauern im Algarve-Stadio mussten die Griechen bis zum Schlusspfiff zittern, denn die Russen waren nahe an einem dritten Tor, das gleichbedeutend mit dem EM-Aus für das Rehhagel-Team gewesen wäre. Die Russen, die im Vergleich zu den Niederlagen gegen Spanien (0:1) und Portugal (0:2) niet wieder zu erkennen waren, verabschiedeten sich mit einer beherzten Vorstellung. Kiritischenko erzielte nach 67 Sekunden das 1:0 - das schnellste Tor der EM-Geschichte, Bulykin erhöhte aus 2:0. Vrizas erzielte kurz vor der Pause den wichtigen griechischen Anschlusstreffer, der letztendlich das Weiterkommen sicherte.

In der Runde der letzten Acht treffen die Portugiesen als Sieger der Gruppe A am kommenden Donnerstag (24. Juni, 18.45 Uhr UTC) im Estadio da Luz von Lissabon auf den Zweiten der Gruppe B. Am Freitag (25. Juni) trifft Griechenland in Lissabon auf den Sieger der Gruppe B. Dort haben mit Frankreich, England, Kroatien und der Schweiz noch alle Mannschaften die Chance, weiter zu kommen.

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