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Wirtschaft

Portugal privatisiert TAP

Die portugiesische Airline TAP wird zu 66 Prozent privatisiert. Die restlichen 34 Prozent bleiben vorerst in Staatsbesitz. Die Einnahmen sollen zur Sanierung der Staatsfinanzen beitragen.

Das Vorhaben wurde von der Mitte-Rechts-Regierung am Donnerstag beschlossen, teilte Präsidentschaftsminister Luís Marques Guedes mit. Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hatte schon vor Monaten angekündigt, dass sie die umstrittene Privatisierung bis Anfang 2015 abwickeln wolle.

Es war jedoch nicht bekannt, welcher Anteil in private Hände gegeben werden sollte. Diese Frage soll Medienberichten zufolge auch zu heftigen Meinungsverschiedenheiten in der Regierungskoalition geführt haben.

Ein erster Versuch der Privatisierung von TAP war Ende 2012 mitten in der portugiesischen Finanzkrise gescheitert, weil die Regierung das einzige vorliegende Kaufangebot des brasilianisch-kolumbianischen Geschäftsmanns Germán Efromovich abgelehnt hatte.

Mit Hilfe des groß angelegten Privatisierungsprogramms will Portugal, das den EU-Rettungsschirm im Mai verließ, seine Finanzen sanieren. Seit 2011 flossen rund neun Milliarden Euro in die Staatskassen.

dk/bea (dpa/rtr)