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Deutschland

Porträts: Seehofer und seine Stellvertreter

Die CSU hat Parteichef Horst Seehofer im Amt bestätigt. Neben der Wahl des Vorsitzenden stand beim Parteitag in Nürnberg auch die Wiederwahl seiner vier Stellvertreter an. Das Quintett und die Ergebnisse im Überblick.

Seehofer auf dem Redner-Podium im großen Saal (Foto: AP)

Seehofer wurde erst im zweiten Anlauf starker Mann der CSU

Die vier Stellvertreter des CSU-Parteivorsitzenden werden nach einem ungeschriebenen und komplizierten Proporzsystem ausgesucht. Wichtige Faktoren sind Alter, Geschlecht, Konfession, regionale Herkunft und parlamentarische Ebene - Landtag, Bundestag, Europagruppe oder Kommunalpolitik.

Parteichef HORST SEEHOFER (60)

Seehofer begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Parteitag (Foto: AP)

Seehofer begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Parteitag

Horst Seehofer übernahm den CSU-Vorsitz nach dem Debakel der CSU bei der Landtagswahl 2008. Es war ein Erfolg erst im zweiten Anlauf. Beim ersten gescheiterten Versuch nach dem Sturz Edmund Stoibers im Jahr 2007 hatte Seehofer fast die gesamte Führungsebene der CSU gegen sich.

Bei seiner Bestätigung im Amt des Parteichefs am Samstag (18.07.2009) auf dem Parteitag in Nürnberg wählten Seehofer 88,09 Prozent der Delegierten. Ein Jahr zuvor hatte er 90,34 Prozent der Stimmen erhalten.

Inzwischen wird Seehofer hoch angerechnet, dass er die CSU aus der Krise geführt und der Partei wieder Geltung auf Bundesebene verschafft hat. Internen Ärger gibt es um seinen Führungsstil, den viele als zu hart und unberechenbar empfinden.

Seehofer ist seit 1985 in zweiter Ehe verheiratet und hat mit seiner Frau drei Kinder. Im Juni 2007 bekannte er sich zu seiner damals erst wenige Tage alten Tochter, die aus einer außerehelichen, wenig später als beendet erklärten Beziehung stammt. Im Januar 2002 überstand Seehofer nach einer verschleppten Grippe eine lebensbedrohliche Herzmuskelentzündung.

Weiter: Landesgruppenchef PETER RAMSAUER (55)