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Fußball

Porto gewinnt die Europa League

Das rein portugiesische Finale der Europa League fand seinen verdienten Sieger: Der FC Porto wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Endspiel gegen Sporting Braga mit 1:0.

Falcao bejubelt sein goldenes Tor im Europa League-Finale (Foto: AP)

Falcao bejubelt sein goldenes Tor im Europa League-Finale

Silvestre Varela (Mitte) mit einem Fallrückzieher. Daneben sind Silvio Pereira (l.) und Hugo Viana zu sehen.

Artistisch: Silvestre Varela mit einem Fallrückzieher

Am Ende mussten sie noch einmal zittern: Das ganze Spiel über hatte der große Favorit Porto dominiert und den Liga-Rivalen Braga weitgehend kontrolliert, doch in den Schlussminuten wurde es eng im Strafraum der Blau-Weißen. Vor 45.000 Zuschauern in Dublin drängte Braga in den letzten zehn Minuten auf den Ausgleich, wurde aber nicht belohnt. Am Ende war es ein verdienter Sieg für Porto, weil es mehr für das Spiel tat und Braga lange Zeit zu passiv blieb.

Der "Falke" trifft und ist nun Rekordhalter

Den Sieg verdankt der FC Porto seinem Star: Der kolumbianische Torjäger Radamel Falcao traf für den portugiesischen Fußball-Meister per Kopfball zum 1:0 (1:0)-Endstand. In der 44. Minute ließ der "Falke" das dahinplätschernde Spiel aus seiner Lethargie erwachen. Falcao stand nach einer Flanke von Guarin völlig allein gelassen im Strafraum von Braga und köpfte präzise zur Führung für den Favoriten ein. Für Falcao war es bereits sein 17. Tor in der Europa League. Er übertraf damit den 15 Jahre alten Rekord des damaligen Bayern-München-Stürmers Jürgen Klinsmann (15 Tore) gleich um zwei Treffer. "Wir haben von diesem Titel geträumt und nun ist der Traum wahr geworden. Ich freue mich über meinen Torrekord, aber das spielt heute nur eine Nebenrolle, wichtig ist der Titel. Das Erfolgsrezept dieser Mannschaft ist die Einheit", sagte Matchwinner Falcao.

Falcao trifft gegen Braga zu 1:0 (Foto: AP)

Die Szene des Abends: Falcao ist völlig frei und versenkt den Ball per Kopf im Tor von Braga.

Doch wer gehofft hatte, dass Braga danach mehr in sein Offensivspiel investieren würde, sah sich getäuscht: Auch in der zweiten Halbzeit taten die Außenseiter zu wenig, um Porto unter Druck zu setzen. Die Schlussoffensive kam dann für Braga zu spät. Porto und Braga trennen geografisch lediglich 50 Kilometer, spielerisch lagen sie an diesem Abend weiter auseinander. Kurz nach dem Abpfiff kannte der Jubel beim FC Porto keine Grenzen mehr. Spätestens, als Kapitän Helton den Pokal in den Dubliner Abendhimmel stemmen durfte, brachen bei den mitgereisten Fans aus der portugiesischen Hafenstadt alle Dämme.

Für Porto war es nach den Siegen im Europapokal der Landesmeister 1987, dem Gewinn des UEFA-Pokals 2003 und dem Triumph in der Champions League 2004 bereits der vierte Europapokal-Erfolg. Porto hat nun die Chance auf das Triple: Nach Meisterschaft und Europa League können die Blau-Weißen auch den Pokalsieg holen.

Autor: Joscha Weber

Redaktion: Olivia Fritz