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Wirtschaft

Porsche spürt die Krise und reagiert mit Sparprogramm

Wegen der Absatzkrise auf den Automobilmärkten drosselt der Sportwagenhersteller die Produktion. Etliche ehrgeizige Pläne wird die Porsche-Geschäftsleitung nur langsamer als ursprünglich geplant umsetzen können.

Wendelin Wiedeking stellt die Porsche-Bilanz vor

Wendelin Wiedeking stellt die Porsche-Bilanz vor

Der schwerwiegende Einbruch bei der Nachfrage nach Autos hat nun auch den Sektor der Luxus-Marken erreicht. Porsche musste auf der jüngsten Bilanzpressekonferenz einräumen, dass der Absatz der Sport- und Geländewagen von August bis November von 30.700 auf 25.200 Stück zurückgegangen ist. Der Umsatz schmolz von 2,36 Milliarden Euro auf rund zwei Milliarden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als Konsequenz daraus will Porsche-Chef Wendelin Wiedeking die Produktion verringern und ein unternehmensweites Sparprogramm auflegen.

Zögern bei VW-Übernahme

Der viertürige Porsche Panamera.(AP Photo/Porsche, HO) **

Der viertürige Porsche Panamera

Dies alleine wird nicht die einzige Folge der aktuellen Absatzkrise bleiben: Auch von der angekündigten Aufstockung der Aktien-Anteile bei Volkswagen auf mehr als 50 Prozent will Porsche zunächst Abstand nehmen. Wendelin Wiedeking jedenfalls bezweifelte, "dass dieses Ziel noch in diesem Kalenderjahr erreicht werden kann".

Am Ziel, mit 75 Prozent der VW-Stammaktien die Mehrheit der Stimmrechte am Unternehmen Volkswagen zu erreichen, will Wiedeking allerdings festhalten.

Verhaltener Ausblick

Mit großer Spannung waren mehr Details zum Geschäftsverlauf bei Porsche erwartet worden. Hier hielt sich Wiedeking zurück. Der erfolgsverwöhnte Porsche-Chef rechnet aber damit, dass der spürbare Rückgang der Absatzzahlen auch in 2009 anhalten wird.

Schwere Zeiten für gesamte Branche

In der gesamten deutschen Automobilbranche gibt es derzeit harte Einschnitte. BMW hat die Produktionspläne kräftig zusammengestrichen. 8100 Jobs sollen weltweit abgebaut werden. Die deutsche Tochtergesellschaft von General Motors, die Opel AG, verhandelt über Hilfen durch den deutschen Staat. Audi und Ford weiten den ohnehin geplanten Produktionsstopp über den Jahreswechsel aus. Zusätzlich werden alle Möglichkeiten ausgenutzt, Arbeiter und Angestellte nach Hause zu schicken. Neben verordneter Kurzarbeit werden angesammelter Freizeitausgleich auf Arbeitszeitkonten und Überstunden abgebaut.

Auto mit Stecker am Heck

Auto der Zukunft mit Batterie-Betrieb?

Die Aussichten sind nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Automobilindustrie für die kommenden beiden Jahre nicht gut. Um möglichst zügig aus der Krise zu kommen, hat die Bundesregierung beschlossen, Elektroautos zu fördern. Mit einer Batterietechnik, die heute bereits weit entwickelt ist, dürften in zehn Jahren rund eine Million Autos mit Strom auf deutschen Straßen fahren, so die Schätzung von Branchenkennern. BMW, Daimler und Ford arbeiten an entsprechenden Konzepten.

Manager bekommen mehr Geld

Die sechs Vorstandsmitglieder von Porsche erhielten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 143,5 Millionen Euro an Vergütungen. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor. Im Geschäftsjahr 2006/07 (31. Juli) hatten die sechs höchstrangigen Porsche-Manager 112,7 Millionen Euro erhalten. (wd)

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