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Aktuell Afrika

Popstar Youssou N'Dour wird Kulturminister

Der international bekannte Sänger wird in seiner Heimat Senegal Minister für Kultur und Tourismus. Der neue Präsident Macky Sall berief den 52-Jährigen in sein Kabinett.

Als Kandidat der Opposition hatte Sall Ende März die Stichwahl um die senegalesische Präsidentschaft gegen den langjährigen Amtsinhaber Abdoulaye Wade gewonnen. Auch Youssou N'Dour hatte das Präsidentenamt in dem westafrikanischen Staat angestrebt. Das Verfassungsgericht in Dakar untersagte zu Jahresbeginn jedoch seine Kandidatur mit dem Argument, der Sänger habe nicht genügend gültige Stimmen von Unterstützern gesammelt. Ein Einspruch N'Dours blieb erfolglos. Der Musiker setzte sich danach an die Spitze der Protestbewegung gegen die umstrittene Kandidatur Wades für eine dritte Amtszeit und unterstützte Sall in der Stichwahl gegen den 85-jährigen Amtsinhaber.

Jubel nach dem Sieg von Macky Sall bei der Präsidentenwahl im Senegal (Foto: Reuters)

Jubel nach dem Sieg von Macky Sall bei der Präsidentenwahl im Senegal

N'Dour ist einer der erfolgreichsten Musikstars Afrikas. Mit einer Mischung aus dem westafrikanischen Mbalax-Stil, Samba, Hip-Hop, Jazz und Soul hat der Weltmusikstar in den vergangenen drei Jahrzehnten Musik-Fans in aller Welt begeistert und Konzerthallen gefüllt. In den 80ern gründete N'Dour die Gruppe "The Super Etoile", mit der er Weltruhm erlangte. Im Verlauf seiner Karriere sang der Grammy-Gewinner gemeinsam mit Peter Gabriel, Sting, Paul Simon und Bruce Springsteen. 1994 gelang N'Dour im Duett mit der Sängerin Neneh Cherry mit dem Song "Seven Seconds" ein Welthit.

Der in der senegalesischen Hauptstadt Dakar geborene Sänger ist in seiner Heimat auch als Unternehmer und als Förderer junger Musiktalente aktiv. Zudem engagiert er sich in sozialen Projekten. Schon 1985 organisierte er ein Konzert für die Freilassung des vom Apartheid-Regime in Südafrika inhaftierten späteren Präsidenten Nelson Mandela. N'Dour ist Botschafter des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und setzt sich für den Kampf gegen Malaria ein.

wl/kle (dpa,afp.epd)

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