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Wirtschaft

Pommes, Fett und andere Sorgen

Mit einem Umsatz von 19 Milliarden Dollar ist McDonald's der größte Fast-Food-Gigant der Welt. Trotzdem schaut der Konzern mit Sorgen in die Zukunft. Die zunehmende Debatte um fettreiche Ernährung treibt die Manager um.

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50 Jahre McDonald's - das erste Restaurant ist heute ein Museum

1955 eröffnete das erste McDonald's Restaurant in Illinois, USA. Die internationale Expansion begann 1967 in Canada und Puerto Rico. Heute gibt es über 30.000 Restaurants in 119 Ländern. Doch das Unternehmen kann sich nicht auf der 50-jährigen Firmengeschichte ausruhen.

In den USA haben Gesundheitsorganisationen die Fettleibigkeit zum Problem Nummer Eins erklärt. Und auch in Europa wird immer stärker vor fetter und süßer Nahrung gewarnt. Während früher vor allem Hamburger, Pommes und Cola über die Theke gingen, verlangen die Kunden von McDonald's heute ein vielfältigeres, gesünderes Angebot.

Weg vom fetten Burger-Image

McDonald's Deutschland hat seine Produktpalette daher im letzten Jahr erweitert. "Balanced Lifestyle" - mit Salat-Variationen, Biomilch und Apfelschorle will der Burger-Riese dem Trend zu einer bewussteren Ernährung entgegen kommen. Und mit der Initiative "Go Active!" will McDonald's zusammen mit dem Internationalen Olympischen Komitee zusätzlich für den Sport begeistern.

Genau in dieser Neuausrichtung sieht die Geschäftsleitung den wirtschaftlichen Erfolg des letzten Jahres begründet. Während das deutsche Gaststättengewerbe in 2004 Umsatzeinbußen hinnehmen musste, erreichte McDonald's Deutschland einen neuen Umsatzrekord. Der Jahres-Nettoumsatz lag bei 2,3 Milliarden Euro und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gesteigert werden.

In Deutschland eröffnete die erste McDonald's-Filiale 1971 in München. Inzwischen gibt es mehr als 1200 deutschen Filialen, in denen im Jahresdurchschnitt rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. 70 Prozent der Filialen werden von selbständigen Unternehmern im Franchise-Modell betrieben. 2004 strömten in Deutschland gut 750 Millionen Gäste zu McDonald's - das sind 2 Millionen täglich.

Schnelles Essen in Deutschland besonders beliebt

Dicke Kinder bei McDonald's Schnellrestaurant Übergewicht

Übergewichtige Kinder bei McDonald's in Georgien

Der Trend zum Fast Food scheint ungebrochen. Dabei bleibt das gesunde Essen trotz erweiterter Produktpalette oft auf der Strecke. Auch in Europa, und gerade in Deutschland - hier ist der Wille zu gesunder Ernährung besonders gering. Das zumindest fand die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) heraus. "Gesunde Ernährung findet vor dem Hintergrund der kulturellen Bedeutung des Essens statt," sagt Ronald Frank, Manager des GfK-Vereins. So sei das gemeinsame Essen in Ländern mit traditionell guter Küche wie Frankreich, Italien und Spanien wichtiger als in Deutschland. Hier achten nur 10 Prozent der Bevölkerung sehr bewusst darauf, was sie essen, gegenüber 29 Prozent in Frankreich.

Für eine problematische Gruppe hält Ronald Frank vom Marktforschungsinstitut GfK jüngere Leute unter 30 Jahren: "Bei ihnen geht das Essen als besonderes, tagesstrukturierendes Element zurück. Jeder isst, wann er Lust hat." Nur bei jungen Familien gehe der Trend eher wieder hin zum gemeinsamen Essen.

Big Mäc dient zum internationalen Preisvergleich

Nichts desto trotz - Fast-Food-Ketten finden sich in allen europäischen Ländern. Und eines ihrer Symbole, den Big Mäc, hat sich auch die Wirtschaft zunutze gemacht: Seit 1986 wird in der Wirtschaftszeitung "The Economist" regelmäßig der so genannte Big Mäc Index veröffentlicht. Er soll Aufschluss darüber geben, wie hoch die Kaufkraft im Ländervergleich ist. Durch seine fast weltweite Verfügbarkeit soll der Big Mäc einen kleinen Warenkorb darstellen, der die tatsächliche Kaufkraft einer Währung widerspiegelt.

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