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Ostmitteleuropa

Polnisches Konsulat im sibirischen Irkutsk eröffnet

Warschau, 23.3.2004, PAP, poln.

In der 600 000 Einwohner zählenden sibirischen Stadt Irkutsk ist am Dienstag (23.3.) feierlich ein polnisches Konsulat eröffnet worden. Es ist die am östlichsten gelegene Konsularvertretung der Republik Polen auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion. An der feierlichen Eröffnung, über die das lokale Fernsehen in Ausschnitten berichtete, nahmen der polnische Vizeaußenminister Andrzej Zalucki und der Gouverneur des Gebiets Irkutsk, Borys Goworin, teil. Anwesend war auch der Botschafter der Republik Polen in Moskau Stefan Meller. Das Gebäude weihte der katholische Bischof von Irkutsk, Kirill Klimowicz, ein.

"Wir sind an der Entwicklung der bilateralen Beziehungen interessiert und ich bin davon überzeugt, dass das Generalkonsulat dazu seinen Beitrag leisten wird. Natürlich ist das Konsulat für die Bürger Russlands von Vorteil, denn es wird polnische Visa ausstellen", erklärte Vizeminister Zalucki.

Gouverneur Goworin sagte, die Eröffnung des Konsulats sei für sein Gebiet, dessen Fläche 2,5 Mal größer sei als Polen, eine "große Ehre". "Das Konsulat wird die praktische Seite der Zusammenarbeit unseres Gebiets mit Polen darstellen", fuhr er fort. Das Irkutsker Fernsehen bezeichnete die Konsulatseröffnung als "Ereignis des Tages".

Einen [polnischen] Konsul in Irkutsk gibt es seit 2001, bisher fehlte es aber an einem Gebäude. "Das Konsulat befasst sich hauptsächlich mit Konsularangelegenheiten, vor allem stellt es Visa für die Russen aus, wir wollen aber auch mit den örtlichen Polen-Verbänden zusammenarbeiten", sagte Konsul Stanislaw Sokol der Nachrichtenagentur PAP.

Zu dem Konsularbereich, der dem Konsul in Irkutsk untersteht, gehören die Gebiete Irkutsk und Tschita, die Region Krasnojarsk sowie die der autonomen Republiken Burjatien und Tuwa. Im Irkutsker Gebiet leben - nach Moskau und Petersburg - die meisten Polen in Russland. Bei der Volkszählung gaben zwar lediglich etwa 3000 Personen an, polnischer Nationalität zu sein, in Wirklichkeit aber wird die Zahl derer, die sich mehr oder weniger zum Polentum bekennen, auf 30 000 geschätzt. 1500 Menschen geben an, Polen-Verbänden verschiedenen Typs anzugehören. Es gibt einen polnischen Chor, der sehr aktiv ist und seit dem Jahre 2000 werden unter Beteiligung des Ressorts für Volksbildung alljährlich Studenten für polnische Hochschulen ausgewählt. (TS)

  • Datum 26.03.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4pr1
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